Zug um Zug dampft in den App Store

Ticket to RideOhne großes Werbetammtamm – und das ist man sonst von Days of Wonder gewöhnt, weil sie das ja können – ist jetzt die iPad-App Ticket to Ride (5,49 Euro, App Store-Link) (deutscher Titel des Spiels: Zug um Zug) im iTunes Store aufgetaucht. Damit hat die Umsetzung des Spiel des Jahres 2004 den Übergang ins digitale Zeitalter vollendet.

Bereits bisher konnte man Zug um Zug schon auf der Webseite von Days of Wonder online gegen andere Spieler spielen (Link). Mit der mobilen Version greift der Verlag nicht nur den aktuellen Trend auf, sondern zeigt, dass man Wert auf schöne Apps legt. Small World (5,49 Euro, iPad App-Link) war letztes Jahr eine der ersten Brettspielumsetzungen für das iPad, die zudem optisch und technisch sensationell gefeiert wurde.

Jetzt also Zug um Zug.

Zug um Zug - Ticket to Ride

Die App bietet den Spielplan des prämierten Grundspiels, über In-App-Käufe (je 79 Cent) stehen zum Start bereits die Europa- und Schweiz-Pläne bereit.

Über Apples Game Center und den Days of Wonder Online Support findet man immer willige Mitspieler, die an anderen iPads, Macs oder PCs sitzen. Wer aber erstmal üben möchte, der kann im Solomodus gegen bis zu 4 Computergegner antreten. Sogar an eine gesonderte Einstellung für Linkshänder hat man gedacht.

Zug um Zug - Ticket to Ride

In drei Minuten ist Zug um Zug erklärt. Eine Einführung mit Sprachausgabe bringt Neulingen das Spiel bei.

Der Spielplan zeigt die Vereinigten Staaten von Amerika, deren Großstädte mit farbigen, unterschiedlich langen Strecken verbunden sind. Die Spieler sammeln farblich passende Waggonkarten, um Strecken für sich zu sichern und so ihre geheim gehaltenen Zielkarten zu erfüllen.

Jeder Spieler hat in seinem Zug die Wahl aus drei Aktionen: Karten nehmen, Strecken befahren oder Zielkarten ziehen.

  • Wagenkarten nehmen: Der Spieler darf sich zwei Karten nehmen, entweder von den 5 offen liegenden oder vom verdeckten Stapel. Wer eine Lokomotive nimmt, darf keine weitere Karte nehmen. Sie entspricht einem Joker, es gibt 8 verschiedene Farben.
  • Eine Strecke befahren: Der Spieler legt die benötigte Anzahl farblich passender Karten aus und nutzt somit die Verbindung zweier Städte. Er setzt seine Waggons auf die Strecke, um dies anzuzeigen. Er bekommt je nach Streckenlänge sofort Siegpunkte.
  • Zielkarten ziehen: Der Spieler zieht vom Nachziehstapel der Zielkarten drei Karten und behält ein bis drei. Sobald ein Spieler nur noch einen oder zwei Waggons besitzt, endet das Spiel. Jeder darf noch einen Zug durchführen, dann wird der Punktestand berechnet. Jeder bekommt für erfüllte Zielkarten die abgedruckten Punkte; lange Strecken bringen viele Punkte, kurze eben weniger. Wurde die Zielkarte nicht erfüllt, wird deren Wert als Strafpunkte abgezogen. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Der Autor Guido Heinecke betreibt die Spiele-Seite TricTrac.

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