Wofür wir unsere iPads eigentlich nutzen

Wie sieht er aus, der iPad-Nutzer?

“Muss nur noch kurz die Welt retten…Noch 148 Mails checken.” Diese Lines auch Tim Bendzkos Song beschreiben ziemlich gut, was Menschen eigentlich mit dem iPad so anstellen. Das hat das Marktforschungsinstitut Gartner in einer groß angelegten Studie untersucht. Das Ergebnis dürfte einigen Apple-Ingenieuren allerdings die Tränen der Verzweiflung in die Augen treiben.

Am häufigsten macht der gemeine iPad-Nutzer was? Genau, E-Mails checken. In der heutigen Zeit dürfte das kaum noch jemand verwundern. Die Befragung unter iPad-Nutzern in den USA, England und Australien förderte außerdem zu Tage, dass das iPad bei einem Großteil der Nutzer längst Papier überflüssig gemacht hat.

Erklärten 81 Prozent, primär Mails über das Tablet zu checken, nutzten 69 Prozent das Gerät zum Nachrichtenkonsum. Dazu zählten sowohl Zeitungen als auch Magazine und News-Portale. 62 Prozent suchten über das iPad Social Networks wie Facebook, Twitter und Google+ auf. Und immerhin 60 Prozent wollten in einschlägigen Spielen “nur noch kurz die Welt retten”.

Das Tablet als Wetterstation

Was allerdings verwundert, ist die Tatsache, dass 63 Prozent das Luxus-Gadget, ausgestattet mit einem Retina-Display, ausgeklügelten Sensoren, einer Facetime-Kamera und unzähligen Apps, zur Abfrage der Wetterdaten nutzten. Das Wetter. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Auf die Frage, wofür man das minimal 479 Euro teure Gerät nutzen würde, war die dritthäufigste Antwort: Wetter.

Es scheint eine recht eigentümliche Gruppe an iPad-Nutzern zu sein, die sich offenbar nicht in eine Schublade stecken lassen. Fakt ist: Wer ein iPad nutzt, konsumiert häufiger Bücher, Magazine und Nachrichten über das Tablet. Während es bei Smartphone-Usern nur 13 Prozent sind, gaben unter den iPad-Nutzern 50 Prozent an, auf Papiermedien zu verzichten.

“Mein iPad gehört mir”

Noch ein paar Fakten gefällig? Das iPad wird vor allem in der Woche abends genutzt, zum Großteil im Wohnzimmer (87 Prozent), gefolgt vom Schlafzimmer (65 Prozent) und der Küche (47 Prozent). Ganze 45 Prozent gaben außerdem an, das iPad nicht an andere Familienmitglieder abzugeben.

Eine Online-Befragung von iPad-Nutzern durch Business Insider kam außerdem zu der Erkenntnis, dass im Schnitt zwischen 20 und 50 Apps auf das Tablet heruntergeladen werden. Regelmäßig genutzt würden allerdings maximal zehn Anwendungen. Ergo enden die meisten Apps, ob bezahlt oder nicht, ungenutzt auf dem Homescreen.

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