Wenn der Berglöwe zubeißt: Zahnpasta-Hersteller verklagt Apple wegen Mountain Lion

Es gibt Rechtsstreitigkeiten, die sind an Skurrilität nicht mehr zu überbieten. Wer die Patentkriege zwischen Apple und dem Rest der Mobilbranche verfolgt, kennt das. Nach der 60-Millionen-Dollar-Zahlung für die chinesischen iPad-Namensrechte wittert jetzt ein Haushaltswaren-Hersteller das große Geld. Stein des Anstoßes: der Name Mountain Lion.Der gehöre nämlich nicht Apple. Vielmehr behauptet das chinesische Unternehmen Jiangsu Xuebao, schon vor langer Zeit den Namen für einige seiner Produkte verwendet zu haben: darunter Schuhputzcreme, Zahnpasta und Mundwasser. Angesichts der Millionenstrafe, die Cupertino nach langem Ringen vor Gericht an das wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen ProView zahlte, scheint auch dem Haushaltsmittlelhersteller das Wasser im Mund zusammenzulaufen.

Die Marke “Xuebao”, übersetzt “Mountain Lion” oder “Berglöwe”, sei bereits im Jahr 2000 registriert worden. Für die Verletzung der Namensrechte verlangt man jetzt rund 80.000 Dollar – und eine Entschuldigung. Es kommt noch besser: Laut Aussage des CEOs hätte sich Apple bereits 2008 für die chinesischen Namensrechte interessiert – allerdings ohne Erfolg.

Eine Anhörung ist für den 10. Juli angesetzt. Warum sich der Hausmittel-Hersteller sich große Chancen auf einen Sieg erhofft, ist unklar. Immerhin nutzte das Unternehmen den Schriftzug nie, um Software zu verkaufen. Ein gelungener PR-Coup ist es allemal.

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