Weihnachtsgrüße: Postkarten mit iPad, iPhone und iPod touch verschicken

App Schreibcenter der Deutschen PostNoch keine Weihnachstkarten geschrieben? Keine Lust auf langweilige Weihnachtsmotive? Wie wäre es, in diesem Jahre Weihnachtsgrüße vom iPad, iPhone oder iPod touch aus zu verschicken? Wir haben es ausprobiert – und haben uns geärgert.

„Jetzt bequem von unterwegs über das iPhone echte Briefe und Postkarten versenden“, verspricht die Deutsche Post mit ihrer App Schreibcenter (kostenlos, iTunes-Link).

Und tatsächlich, am Anfang läuft alles glatt. In der App lässt sich wählen, ob man ein Motiv (es gibt auch Weihnachtsmotive) oder ein selbst geschossenes Foto verschicken möchte. Außerdem lässt sich das Foto einfach bearbeiten, Text genauso einfach eingeben und die Adresse aus den Kontakten auswählen.

Schreibcenter-App der Deutschen Post

Alles klappt prima, bis es ans Bezahlen geht.

Dafür wird man aus der App heraus auf eine Webseite der Post geleitet. Und ab diesem Zeitpunkt ist es vorbei mit den Erfreulichkeiten.

Dort erfährt man als erstes den Preis: Die elektronische Postkarte kostet 1,22 Euro, plus Porto 0,45 Euro, plus Umsatzsteuer 0,23 Euro, macht zusammen 1,90 Euro.

Bezahlvorgang mit der App Schreibcenter

Aber was als nächstes tun?

Naheliegend ist, auf „Sofort versenden“ zu klicken. Wir tun dies, doch die Seite wird lediglich neu geladen. Wir wissen nicht: Ist die Karte nun verschickt oder nicht?

Wir vermuten Nein, klicken auf „Weiter“ und landen auf eine Seite, mit der die Bezahlmethode gewählt wird.

Man kann sich zwischen ClickandBuy und Kreditkartenzahlung entscheiden.

Auch hier ist völlig unklar, was nach der Auswahl der Bezahlmethode zu tun ist.

Bezahlvorgang mit der App Schreibcenter

Die richtige Antwort: Auf „Bestellen“(!) klicken.

Hat man kein ClickandBuy-Account und will mit Kretikarte bezahlen, wird man auf eine nicht für das iPhone optimierten Seite geleitet.

Wir brechen an dieser Stelle den Test verärgert ab, raten die Finger von der App zu lassen und wenden uns einer zweiten App mit dem Namen Postkarte (kostenlos, iTunes-Link) zu.

Vorgegebene Motive gibt es in dieser App nicht. Das macht wenig. Der Spaß ist ja gerade, eigene Fotos zu verschicken, die man entweder direkt aus der App aufnehmen oder aus dem Fotoarchiv wählen kann.

App Postkarte

Was dagegen sinnvoll wäre: Das Foto nach der Auswahl bearbeiten zu können.

Dafür ist der Preis erfreulich: Mit dieser App eine Postkarte zu verschicken, ist günstiger als mit der App der Deutschen Post. Es kostet 1,49 Euro – alles inklusive. Ausnahme: Wer mit Kreditkarte zahlt, muss 2,50 Euro ausgeben.

Auch der Bezahlvorgang scheint deutlich besser. Weil die Vorgang innerhalb der App stattfindet. Und weil es mehr Bezahlvarianten gibt: per Lastschrift, per Kreditkarte, per Gutscheincode oder per Paypal.

Bezahlmöglichkeiten in der App Postkarte

Schade: Auch die Paypal-Seite ist nicht für das iPhone optimiert.

bezahlen mit Paypal in der App Postkarte

Da wir ein Paypal-Konto haben, wählen wir dennoch diesen Weg – und scheitern erneut!

Die Bezahlung kann nicht abgewickelt werden, da in der App auf eine veraltete Kreditkarte zugegriffen wurde, obwohl wir bei Paypal diese Karte nicht als primäre Karte hinterlegt haben. Es ist innerhalb des Bezahlvorgangs auch kein Wechsel auf die aktive Karte möglich.

Fazit: Die App Schreibcenter (kostenlos, iTunes-Link) der Deutschen Post ist vorbildlich, aber leider nur, bis es ans Bezahlen geht. Die App Postkarte (kostenlos, iTunes-Link) ist da deutlich besser, aber ebenfalls nicht fehlerlos. Wir ziehen uns jetzt warm an und machen uns auf den Weg, Postkarten kaufen.

Update 22.12.2010: Eine weitere Postkarten-Versende-App mit dem Namen Kartensender haben wir hier getestet .

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