Wacom Intuos5 touch: Neue Funktionen erleichtern die Grafikarbeit am Bildschirm

Der Stifttablett-Hersteller Wacom hat seine Intuos-Serie für professionelle Bildbearbeiter weiterentwickelt. Die neuen Funktionen des Intuos5 touch sollen es Grafikern, Fotografen und anderen Künstlern erleichtern, sich noch mehr auf die Arbeit am Bildschirm zu konzentrieren. Mac-Anwender dürfen sich zudem über die neue Multitouch-Oberfläche freuen, die auf mittlerweile gewohnte Trackpad-Gesten mit zwei, drei oder vier Fingern reagiert.

Beim Auspacken fällt sogleich auf, dass Wacom das Design gegenüber dem Intuos4 überarbeitet hat. Die Bedienleiste fügt sich optisch nahtlos in den mattschwarzen und sehr griffigen Rahmen (Soft-Touch-Oberfläche) ein. Die acht Funktionstasten – so genannte ExpressKeys – und der Touch Ring sind nur noch als leichte Vertiefung im Rahmen fühlbar.

Die LED-Anzeigen, die beim Intuos4 die Funktion des jeweiligen ExpressKeys beschrieben haben, hat Wacom zugunsten der neuen Express View-Funktion aufgegeben. Nun lassen sich alle Stifttabletteinstellungen als Overlay direkt am Bildschirm anzeigen und prüfen. Das ist zunächst noch etwas ungewohnt, aber der Vorteil ist klar: keine Ablenkung von der Arbeit am Monitor durch Kontrollblicke auf das Tablett.

Zum Lieferumfang des Intuos5 touch gehört der Wacom Grip Pen sowie ein Ständer, der als Stiftablage und Aufbewahrungsbox für die insgesamt elf austauschbaren Stiftspitzen dient. Durch seinen gummierten Griffbereich liegt der druckempfindliche Stift sicher in der Hand und der Schwerpunkt ist so gewählt, dass Freihandzeichnungen die Hand nicht ermüden. Die beiden anpassbaren Seitenschalter sind für den Zeigefinger gut zu erreichen, am anderen Ende befindet sich der ebenfalls druckempfinfliche Radierer. Schönes Detail: Während der Griffbereich die mattschwarze Struktur des Rahmens übernimmt, gleicht die Optik des hinteren Stiftteils der aktiven Tablettfläche.

Mit der Multitouch-Funktion hat Wacom eine weitere intuitive Nutzungsebene in die neue Intuos-Serie integriert. Die aktive Fläche lässt sich nun wie das Trackpad beim MacBook mit ein oder mehreren Fingern bedienen. Das Intuos5 touch hat bereits die Gestensteuerung von Mac OS X Lion übernommen und unterstützt die wichtigen Browser sowie die gängigen Anwendungen von Adobe, Corel, Autodesk und AmbientDesign. Praktisch: Stift- und Touchfunktion schließen sich aus. Sobald der Stift in die Nähe der aktiven Fläche kommt, wird die Touch-Funktion deaktiviert.

Zu den Ergänzungen des Intuos5 gehört das Wireless-Kit (zirka 40 Euro) – auch wenn Wacom sich die Frage gefallen lassen muss, warum 2012 die Funkübertragung noch nicht Standard ist. Das Zubehör ermöglicht die Nutzung des Stifttabletts mit bis zu zehn Metern Abstand vom Computer. Das mag bei besonders großen Monitoren oder einem Beamer sinnvoll sein, ansonsten ist die mitgelieferte Kabelverbindung auch lang genug, um das Intuos5 bequem auf dem Schoß abzulegen.

Fazit: Der Vergleich zum Intuos4 mit seiner spiegelnden und dadurch ablenkenden Bedienleiste zeigt, dass Wacom aus den Hinweisen der Anwender lernt und seine Produkte sinnvoll verbessert. Die neue Serie wurde zudem mit Express View und der Touch-Funktion praktisch ergänzt. Wünschenswert wäre eine bereits integrierte Funkübertragung.

Das Intuos5 touch ist in den Größen S (320 mm x 208 mm x 12 mm) zum Preis von 210 Euro, M (380 mm x 251 mm x 12 mm) für 330 Euro und L (487 mm x 318 mm x 12 mm) für 440 Euro, erhältlich. Außerdem gibt es die M-Variante ohne Touch-Funktion als reines Stifttablett (290 Euro). Nutzer, die ein noch größeres Stifttablett benötigen, können nach wie vor auf das Intuos4 XL zurückgreifen. Weitere Infos zur neuen Intuos5-Serie und Bestellmöglichkeiten finden Sie unter http://www.wacom-intuos.de.