Verkaufsverbot ausgesetzt: Motorola will Millionen von Apples Umsatz

Endlich wieder online bestellen: Das am Freitag von Motorola erwirkte Verkaufsverbot für einige iPhone- und iPad-Modelle hat den Betrieb in Apples Online-Store nur für wenige Stunden aufgehalten. Doch inzwischen ist bekannt, wie viel Motorola für die Nutzung der verletzten Patente verlangt.

Am Freitag entschloss sich Motorola ein zuvor wegen verletzter Patente vor dem Landgericht Mannheim erstrittenes Verkaufsverbot für das iPhone 3GS, das iPhone 4 und die UMTS-Versionen des iPad 2 auch wirklich durchzusetzen. Apple musste die entsprechenden Smartphones und Tablets aus seinem Online-Store entfernen, durfte sie aber in den Ladengeschäften weiter verkaufen.

Gegen das Verkaufsverbot ging Apple in Berufung, das Oberlandesgericht Karlsruhe setzte es vorerst außer Vollzug. Das bedeutet, dass das Verkaufsverbot nicht komplett aufgehoben ist, Apple aber bis zur endgültigen Klärung der strittigen Frage weiter die Gerät verkaufen darf. In diesem Verfahren hat Motorola gegen Apple geklagt, weil der iPhone-Hersteller mit seinen Geräten angeblich mehrere GPRS-Patente verletzen würde.

2,25 Prozent vom Verkaufspreis

Presseberichten zufolge hat Motorola Apple ein Angebot für die Nutzung der patentierten Mobilfunktechnik unterbreitet. Vom Umsatz der Geräte mit der entsprechenden GPRS-Technologie will das Unternehmen 2,25 Prozent aus Cupertino haben. Da iPhone und iPad die Topseller sind, geht es hier also um etliche Millionen Dollar. Angesichts weiterer laufender Klage der beiden Unternehmen gegeneinander ist hier sicherlich das letzte Wort noch nicht gesprochen.

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