Toshiba AT100 im Test: Android-Tablet für Multimedia und mehr

Toshibas erstes Android-Tablet AT100 bietet sich mit seinem Touchscreen im 16:10-Format sowie der flotten Tegra-2-Plattform von Nvidia für den Genuss von Videos, zum Spielen und zum Surfen im Internet an.

Flotte Hardware für flüssige Spiele und Videos

Mit dem Tegra-2-Chipsatz von Nvidia, zu dem ein mit einem Gigahertz getakteter Prozessor, ein Geforce-Grafikchip und ein ein Gigabyte großer Arbeitsspeicher gehören, verfügt das Toshiba AT100über die derzeit angesagte Standard-Hardware für Tablets. Mit ihr sollte das Gerät gut für Spiele und Multimedia-Anwendungen geeignet sei – im Quadrant Standard-Benchmark erreicht das AT100 gut 1.7000 Punkte.

Verschiedene Spiele liefen flüssig auf dem AT100, nur die hohe Auflösung des 10,1 Zoll großen Touchscreens von 1.280 x 800 Pixeln erwies sich teilweise als problematisch. Einige Titel, wie etwa auch Angry Birds, sind nicht für eine solch hohe Auflösung optimiert und sehen deswegen mitunter pixelig aus.

Beim Schauen von Videos erweist sich die hohe Bildschirmauflösung dagegen als Vorteil, denn das AT100 spielt auch HD-Filme in voller Größe ab. Streaming-Videos aus dem Netz von Youtube oder Vimeo liefen sauber und flott ab.

Nur ein Weg ins Internet

Ins Internet gelangt das Tablet von Toshiba per WLAN, eine UMTS-Version ist bisher nicht vorgesehen. Webseiten bauen sich schnell auf und lassen sich bequem und flüssig scrollen – und das gilt auch für die normalen und nicht nur die mobilen Versionen. Flash-Anwendungen laufen auch, allerdings sehr langsam und teilweise auch gar nicht. Da überrascht es wenig, dass Adobe Flash für mobile Geräte einstellt.

Zwei Nachteile fallen nach längerer Nutzung beim Touchscreen des AT100auf. Der Bildschirm spiegelt, was vor allem bim Freien und bei aufwendiger Deckenbeleuchtung stört. Zudem sammeln sich auf ihm sehr schnell jede Menge Fingerabdrücke an, so dass das der Nutzer das Tablet je nach Nutzungsintensität mehrmals täglich putzen muss.

Flotter Touchscreen und nervige Tasten

Der Touchscreen reagiert ohne Verzögerung auf Eingaben, so dass sich die Bedienung angenehm und unkompliziert gestaltet. Auf dem Bildschirm lässt sich nach Belieben tippen und wischen.

Falls der automatisch drehende Bildschirm stört, genügt es ihn mit dem Schieber unterhalb des Lautstärkereglers fest zu stellen. Bei diesen Tasten befindet sich auch noch die Einschalt-Taste, mit der der Nutzer das AT100 auch aus dem Standby-Modus holt. Leider lassen sich die drei Knöpfe nur schwer ertasten, so dass der Anwender immer wieder nachschauen muss, welche er genau drückt.

Toshiba liefert das AT100 mit Android 3.1 Honeycomb aus. Bei der Benutzeroberfläche hat der Hersteller nur den Hintergrund verändert und zudem noch einige Apps vorinstalliert. Hierzu gehören das Schreibprogramm und die Tabellenkalkulation von Thinkfree Office, Evernote, das Sicherheits-Tool WaveSecure von McAffee sowie der hauseigene App-, Musik-, Video-, Spiele- und Bücher-Store Toshiba Places.

Kunststoffgehäuse mit zahlreichen Schnittstellen

Das Toshiba AT100 steckt in einem Gehäuse aus Kunststoff, das robust wirkt und hochwertiger erscheint als beim Sony Tablet S. Das Testgerät liegt bequem in der Hand und die geriffelte Rückseite sorgt für einen sicheren Halt, selbst bei feuchten Händen.

Den 16 Gigabyte großen Speicher des AT100 kann der Nutzer mit einer SD- oder SDHC-Speicherkarte um bis zu 32 Gigabyte erweitern. Zudem lassen sich weitere Datenträger per USB oder Mini-USB anschließen. Über die HDMI-Schnittstelle überträgt das Tablet Bilder auf externe Monitore.

Am Audio-Ausgang kann der Nutzer eine Kopfhörer oder externe Boxen anschließen. Die internen Lautsprecher des AT100 liefern eine verständlichen Ton, der auch halbwegs raumfüllend klingt. Die Frontkamera für Videochats verfügt über eine Auflösung von zwei Megapixeln. Die Kamera auf der Rückseite nimmt Fotos mit fünf Megapixeln Auflösung auf.

Fazit: Gut, aber unspektakulär

Toshiba liefert mit dem AT100ein Android-Tablet ab, dass nicht schlecht ist, aber auch nicht positiv aus der Masse hervorsticht. Mir persönlich wirkt es etwas zu klobig und der Bildschirm spiegelt zu stark. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 449 Euro. Im Internet verkaufen Online-Händler das Tablet günstiger und verlangen teilweise nur noch rund 375 Euro.

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