To-do-Management: Wunderlist-App verzeichnet zwei Millionen Nutzer

Die Vielzahl von To-do-Apps im App Store erschwert es Nutzern, die passende Lösung für ihr persönliches Zeitmanagement zu finden. Aber auch Entwickler müssen sich einiges einfallen lassen, um gegen die Konkurrenz eine Chance zu haben. Das richtige Rezept hat offenbar das Start-up 6Wunderkinder mit der App Wunderlist gefunden. Die Berliner vermelden gerade den zweimillionsten registrierten Nutzer.

Bei der Vielzahl der To-do-Apps, die es mittlerweile im App Store gibt, kann man leicht den Überblick verlieren. Einige greifen daher zu einer teuren Lösung wie Omnifocus (15,99 Euro, iPhone App-Link; 31,99 Euro, iPad App-Link), weil sie sich davon einen großen Funktionsumfang und wenig Probleme versprechen. Das ist im Fall von Omnifocus zwar nicht verkehrt – das folgende Beispiel zeigt aber, dass eine kostenlose Variante dem Platzhirsch durchaus die Stirn bieten kann.

Wunderlist (kostenlos, iPhone App-LinkiPad App-Link) des Berliner Start-ups 6Wunderkinder gilt mit über zwei Millionen registrierten Nutzern in 14 Monaten als der Shootingstar unter den To-do-Apps. Bereits die erste Million erreichte das Team um Christian Reber schneller als so wohlklingende Konkurrenten wie Foursquare, Twitter oder Evernote.

Den Erfolg verdankt Wunderlist vor allem seinem Design. Über die schlanke und auf das Wesentliche reduzierte Optik erschließt sich die Bedienung auf den ersten Blick: Neue Liste anlegen, Aufgabe hinzufügen, eventuell noch eine Notiz, ein Fälligkeitsdatum oder eine Erinnerung ergänzen – fertig. So lassen sich in kürzester Zeit To-do-Listen für private oder geschäftliche Ereignisse anlegen und via Cloud auch über andere mobile Geräte oder das Notebook verwalten.

Was derzeit fehlt, sind Kleinigkeiten: Etwa eine Funktion, mit der man Unterordner anlegen kann, oder die Möglichkeit, sich wiederholt an Aufgaben erinnern zu lassen. Bei der Mac App (Mac App-Link) fehlt die Erinnerungsfunktion komplett.

6Wunderkinder bietet aber die Möglichkeit, selbst Feature-Wünsche einzubringen. Außerdem werden auf der Webseite jene Funktionen angezeigt, die als nächstes in der App erscheinen sollen. So wird es demnächst wohl Unterordner geben.