Tipps und Tricks: So funktioniert Apples Mac App Store

Mac App StoreSeit Anfang Januar gibt es den App Store für Mac Rechner. Es spricht vieles dafür, dass sich der Erfolg des App Stores für iPad, iPhone und iPod touch auch bei den Anwendungen für Apple-Rechner wiederholen wird. Wie aber funktioniert der Mac App Store im Detail? Was sind die versteckten Tricks? Wo lauern Gefahren? – Wir haben alles Wissenswerte über den Mac App Store zusammengetragen.

Es war nur eine Frage der Zeit gewesen. Nach dem eindrücklichen Erfolg des App Stores für die iOS-Geräte iPad, iPhone und iPod touch mit inzwischen deutlich über 400.000 Apps und einem geschätzten App-Umsatz im laufenden Jahr von zwei Milliarden Dollar, war klar, dass Apple nachlegen würde.

Anfang des Jahres war es soweit: Apple startete den App Store für Mac Rechner. Das Laden von Anwendungen ist nun deutlich einfacher geworden. Kein nerviges Suchen von Software mehr auf diversen Webseiten. Wer es bequem haben möchte, findet im Mac App Store reichlich Anwendungen. Schon zum Start gab es über 1000 Apps.

Wie aber funktioniert der Mac App Store im Detail? Was sind Tricks und Kniffs? Wir haben ein Kompendium erstellt.

Übersicht



Installation des Mac App Stores


Der Mac App Store kommt mit dem Betriebssystem Mac OS X 10.6.6 auf den Rechner.

Wer checken möchte, welche Software er aktuelle verwendet, erfährt dies mit einem Klick auf „Über diesen Mac“ im Apfel-Menü.

Über diesen Mac

Wer noch eine ältere als Version 10.6.6 auf seinem Mac hat, kann sich in drei einfachen Schritten das neueste Betriebssystem runterladen.

  1. Erneut das Apfel-Menü oben links öffnen und auf “Softwareaktualisierung…” klicken.
  2. Warten, bis die zu installierende Software erkannt ist und dann auf “Objekte installieren” klicken.
  3. Nach dem Download, den Computer neu starten.

Neustart

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Der Mac App Store im Detail


Mac App Store

Anders als beim App Store für iPad, iPhone und iPod touch werden Apps für den Mac nicht mit iTunes geladen und verwaltet. Vielmehr kommt mit dem Betriebssystem Mac OS X 10.6.6 ein eigenes Programm mit dem Namen App Store auf den Rechner, das sich automatisch im Dock ablegt.

DockDer Mac App Store ist ein selbständiges Programm, lehnt sich aber dennoch an den iTunes Store an. So werden die Account-Informationen wie Apple ID, Passwort und die Kreditkarten-Daten aus iTunes übernommen.

Die Menüleiste des Mac App Stores hat wenige Funktionen. Die Navigation und Steuerung des App Stores erfolgt in erster Linie im Fenster. Durch die einzelnen Seiten des Mac App Stores wird etwa über die Buttons oben im Fenster navigiert.

Fensterleiste

Ähnlich wie im iOS-App Store gibt es dort die Seiten Im Spotlight, Top-Hits, Kategorien, Einkäufe und Updates.

Allerdings wurden im Mac App Store mit Entwickler-Tools und Nachschlagewerke zwei zusätzliche Kategorien hinzugefügt.

Nachschlagewerke

Hinter der Kategorie Top-Hits verbergen sich verschiedene App-Rankings: Meistgekauft, Meistgeladen, Umsatzstärkste Apps

Sehr erfreulich: Einmal gekaufte Apps können mit dem gleichen iTunes-Account auf beliebig vielen Mac-Rechnern ohne weitere Kosten installiert und verwendet werden.

Wie im iTunes Store auch, lassen sich auch im Mac App Store Geschenkgutscheine, iTunes Karten und Promo Codes einlösen.

Code einlösen

Die Apps verhalten sich übrigens ähnlich wie sonstige Mac-Software auch. Jede über den Mac App Store geladene App landet im Dock.

App im Dock

Entfernt man die App aus dem Dock, wird die Anwendung nicht gelöscht, sondern bleibt weiter auf dem Rechner, nämlich im Ordner Programme.

Auch gut: Hat man Programme bereits früher geladen, werden sie im Mac App Store als bereits installiert angezeigt.

Die zwei Welten „Software“ und „Apps“ scheinen also gar nicht wirklich weit auseinander zu liegen. Apple legt offensichtlich von Beginn an Wert auf eine enge Verzahnung.

Achtung beim Kauf von Apps: Apple hat mit dem Mac App Store eine Kauflogik eingeführt, die mit der des iTunes Store bricht. Wer im Mac App Store auf „Kaufen“ klickt, dem kann es passieren, dass die App ohne weitere Zwischenabfrage herunterruntergeladen wird.

Es wäre wünschenswert, wenn in einem Zwischenschritt abgefragt wird, ob man die App wirklich installieren will. Etwa so: „Wollen Sie die App wirklich laden? Installieren/Abbrechen.“

Allein schon, weil sich direkt neben dem Kaufen-Button ein winziges Pop-Up-Menü befindet, mit dem Apps Freunden empfohlen werden können, werden viele User ganz ohne Absicht, einen Kauf tätigen.

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Löschen lassen sich die Apps im Mac App Store übrigens nicht. Um eine Anwendung vom Computer zu entfernen, muss man die App aus dem Programme-Ordner in den Papierkorb verschieben. Manchmal bleiben aber kleinere Datei-Reste im System.

Zu empfehlen ist deshalb die kostenlose Software AppCleaner, mit der Programme, Apps, Widgets und Plugins restlos entfernt werden.

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Was die Zukunft bringt


Für den Sommer hat Apple das neue Betriebssystem OS X Lion angekündigt. Mit Lion wird das so genannte Launchpad auf die Rechner kommen. Bei Klick auf das Launchpad-Symbol im Dock öffnen sich alle App-Icons im Vollbildmodus auf dem Mac.

Launch Pad

Per „Drag and Drop“ werden sich die Apps ordnen  und – wie vom iPad, iPhone und iPod touch gewohnt – in Ordnern gruppieren lassen.

Launchpad - Ordner

Was außerdem mit OS X Lion kommen wird: Die einzelnen Apps lassen sich dann im Vollbildmodus betrachten. Durch Streichen auf dem Trackpad wechselt man zu einer anderen Vollbild-App und durch erneutes Streichen kehrt man zum Schreibtisch zurück, der den Zugriff auf die Apps in mehreren Fenstern erlaubt.

App Vollbildmodus

Es gibt gute Gründe, dass sich der Erfolg des App Stores auch auf den Mac Rechnern wiederholen wird.

Zwar gibt es – im Unterschied zum App Store für iPad, iPhone und iPod touch – Apps für Computer bereits seit Jahrzehnten, sie trugen bisher schlicht einen andern Namen, nämlich Software. Aber der Mac App Store macht die Suche, den Download und die Verwaltung der Anwendungen zu einem Kinderspiel.

So werden zum Beispiel Updates für Apps im App Store angezeigt und die Anwendungen mit einem Klick aktualisiert. Und der Bezahlvorgang ist für alle Programme identisch: Es wird über die in iTunes Store-Account hinterlegte Kreditkarte abgerechnet.

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Was kosten Mac Apps


Es hat sich bereits beim iPad gezeigt: Je größer die Geräte und tendenziell komplexer die Anwendungen, desto höherpreisig werden die Apps verkauft. Das setzt sich auch im Mac App Store fort. Es gibt hier deutlich mehr Apps im Preissegment zwischen drei und acht Euro. Auch Apps für 19,99 Euro und mehr sind keine Seltenheit.

Auf der anderen Seite: Im Vergleich zu den bisherigen Preisen für Mac-Software sind viele Apps günstig. Apple hat es vorgemacht: Gleich zum Start war Apple mit acht Apps aus den Paketen iLife‘11 und iWork sowie die Apps Apple Remote Desktop und Aperture im App Store vertreten. Und alle Anwendungen, obwohl im Funktionsumfang identisch, sind im App Store deutlich günstiger.

Apple Apps

Es lohnt sich also, die hauseigenen Apple-Apps über den App Store zu kaufen.

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Die Apple Apps im Einzelnen


  • iWork mit den Anwendungen Pages, Numbers und Keynote kostet im Apple Store: 79 Euro. Im App Store kosten Pages (iTunes-Link), Numbers (iTunes-Link) und Keynote (iTunes-Link) jeweils 15,99 Euro, zusammen: 47,97 Euro.
  • iLife’11 mit den Anwendungen GarageBand, iMovie, iPhoto, iWeb und iDVD kostet im Apple Store: 49 Euro. Im App Store sind GarageBand (iTunes-Link), iPhoto (iTunes-Link) und iMovie (iTunes-Link) einzeln erhältlich, jeweils für 11,99 Euro, zusammen: 35,97 Euro. iWeb und iDVD sind noch nicht im Mac App Store erhältlich.
  • Die Bildbearbeitungssoftware Aperture kostet im Apple Store 199 Euro. Im App Store kostet Aperture (iTunes-Link) in der aktuellen Version 3.1.1 nur 62,99 Euro.
  • Die Netzwerkverwaltung Apple Remote Desktop kostet im Apple Store 299 Euro für zehn Systeme und 499 Euro für eine unbegrenzte Anzahl von Systemen. Im App Store kostet die Anwendung Apple Remote Desktop (iTunes-Link) nur 62,99 Euro.

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