DB Navigator: Praktischer Reisehelfer mit Macken

iPhone-Besitzer, die öfters mit der Deutschen Bahn reisen, wissen, wie nützlich ihr Apple-Handy unterwegs sein kann. Schon im Zug können sie nachsehen, ob ihr Anschlusszug Verspätung hat, welche Züge als nächstes im Fahrplan stehen, ob es Störungen gibt – und sogar ein Handy-Zugticket direkt aufs iPhone bestellen. Die offizielle Bahn-App DB Navigator will alle diese Vorgänge weiter erleichtern.

Direkt nach dem Aufrufen der App lässt sich ein Start- und ein Zielbahnhof beziehungsweise eine Haltestelle mitsamt Abfahrts- oder Ankunftsuhrzeit angeben. Der DB Navigator sucht dann die nächsten Verbindung heraus. Als Zusatzoptionen lassen sich auch ein Zwischenbahnhof (“via:”), der Wunsch, nicht umzusteigen, sowie die zu berücksichtigen Transportmöglichkeiten (darunter ICE, IC, Regionalverkehr, Bus, U-Bahn und Straßenbahn) auswählen. Zur schnelleren Eingabe des Abfahrtortes kann die App die Bahnhöfe und Haltestellen in der Umgebung anzeigen. Wer wiederum eine Mindestzeit zum Umsteigen möchte, kann diese ebenso angeben, wie die eigene Geschwindigkeit zu Fuß. Die App zeigt in den Suchergebnissen Abfahrts- und Ankunftszeit, Fahrtdauer, die Häufigkeit des Umsteigens sowie die verbleibende Zeit zur Abfahrt an.

Ein Antippen der Verbindung zeigt die Zwischenbahnhöfe. Liegen der Bahn aktuelle Statusinformationen vor, gibt es außerdem eine Angabe über etwaige Verspätungen.

Ärgerlich ist, dass die Angaben über den Fahrpreis fehlen. Darüber hinaus kann der Benutzer Bahnhöfe, Haltestellen und auch feste Routen als Favoriten angeben oder Fahrpläne für einzelne Orte mitsamt Statusinformationen aufrufen. Das alles funktioniert in der Tat recht komfortabel.

Einige Mankos sind dennoch zu benennen. Zum einen ist es im Gegensatz zur App ZugInfo möglich, einzelne herausgesuchte Verbindungen abzuspeichern. Das ist vor allem ärgerlich, weil der ZugInfo-Entwickler die App wegen ständiger Änderungen der Bahn-Website einstellen musste. Auch die Buchung von Zügen lässt zu wünschen übrig: Die App verlinkt einfach auf die Mobil-Website der Bahn, wo sich dann ein Handy-Ticket bestellen lässt. Das funktioniert zwar, wäre mit einer Lösung innerhalb der App ebenfalls komfortabler.