Tegra 3: Der erste Quadcore-Prozessor für Smartphones und Tablets

Der neue Tegra-3-Prozessor von Nvidia verfügt über 4+1 Rechenkerne und soll deutlich mehr Leistung bringen als die aktuelle Tegra-2-Plattform, aber trotzdem spürbar weniger Strom verbrauchen. Als erster Herstellter stattet Asus sein Android-Tablet EeePad Transformer Prime mit dem neuen Chip aus.

Bisher geisterte die Tegra-3-Plattform unter dem Codenamen “Project Kal-El” durch Blogs und Technews-Seiten. Im Vergleich zum Tegra-2-Prozessor, der zum Beispiel im Sony Tablet S, Toshiba AT100 oder Asus EeePad Slider steckt, soll der neue Chipsatz die Grafikperformance verdreifachen und der Stromverbrauch trotzdem um 61 Prozent sinken. Nvidia schwärmt von Akkulaufzeiten von bis zu zwölf Stunden bei HD-Videowiedergabe.

Tegra 3 besteht aus vier ARM Cortex A9-Rechenkernen – bisher sind maximal zwei Kerne in Mobilgeräten üblich – mit einer Taktrate von bis zu 1,4 Gigahertz. Im Rahmen des sogenannten “Variable Symmetric Multiprocessing” (vSMP) verfügt die Plattform über einen fünften Rechenkern, der deutlich weniger Strom verbraucht als die vier Hauptkerne. Der sogenannte “Companion”-Kern ist für Anwendungen gedacht, die weniger Leistung erfordern, wie Musik hören, Abspielen von Videos oder Aktualisieren von Daten. Die vier anderen Kerne von Tegra 3, die unter anderem beim Surfen im Internet, bei Spielen oder mehreren gleichzeitig laufenden Anwendungen ran müssen, sollen immer noch weniger Strom benötigen als aktuelle Zweikern-Prozessoren.

Zusätzlich enthält Tegra 3 einen Geforce-Grafikprozessor von Nvidia mit zwölf Rechenkernen, der hochauflösende, realistische Darstellungen sicherstellen und 3D-Stereo-Unterstützung bieten soll.

Erstling: Asus EeePad Transformer Prime

Das erste Gerät in dem sich die neue Tegra-3-Plattform beweisen muss ist das EeePad Transformer Prime von Asus – und die ersten Testergebnisse fallen beeindruckend aus. Das 8,3 Millimeter schlanke Android-Tablet verfügt unter anderem über einen 10,1 Zoll großen IPS-Touchscreen sowie eine 8-Megapixel-Kamera.

Asus bietet das EeePad Transformer Prime in Deutschland in zwei Ausführungen an, die beide 599 Euro kosten sollen. Der Nutzer hat die Wahl zwischen einem Tablet mit 64 Gigabyte großem Speicher oder einem mit 32 Gigabyte Speicherplatz und einer ansteckbaren Tastatur, die es in ein Netbook verwandelt. Einen Termin für den Verkaufsstart nannte das Unternehmen aber vorerst schuldig.

Asus wird nicht lange alleine bleiben und die anderen Hersteller werden spätestens zur CES Anfang Januar in Las Vegas mit eigenen Tegra-3-Geräten nachziehen.

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