Steve Jobs und sein Faible für deutsche Produkte

Jobs TimeWer es noch nicht wusste: Steve Jobs’ berühmte Nickelbrille stammt aus Deutschland. Und eben dieses Modell beschert einer Brillenmanufaktur aus der baden-württembergischen Provinz nach dem Tod des Apple-Gründers ein spitzenmäßiges Vorweihnachtsgeschäft. Nicht das einzige deutsche Produkt im Leben des iGods.

Der Hersteller Lunor aus Althengstett in Baden-Württemberg freut sich über reißenden Absatz seines Modells “Lunor Classic Rund“.  Mit der Nickelbrille verzeichnete die Manufaktur in den vergangenen Wochen einen regelrechten Absatzsprung. Das Modell ist ausverkauft.

Allein im vergangenen Monat konnte das deutsche Traditionsunternehmen 150 der handgefertigten Gestelle absetzen. Fast genauso viele Bestellungen liegen bereits vor. Dabei war “Lunor Classic Rund” bislang ein Nischenmodell gewesen. Jetzt ist man stolz darauf, dass der Gründer des wertvollsten Konzerns der Welt deutsche Handarbeit auf seiner Nase trug. Besucht man die Webseite von Lunor, kann man die Werbung “The Glasses of Steve Jobs“ (engl.: “Die Brille von Steve Jobs“) kaum übersehen.

Die Fassung wird in Deutschland mit einem empfohlenen Preis von 265 Euro angeboten und in den USA für rund 450 Dollar. Das Modell wird in der Nähe von Passau produziert und vom ersten bis zum letzten Arbeitsgang komplett in Deutschland gefertigt, wie Lunor betont.

Jobs schien auch jenseits von Brillengestellen ein Faible für deutsche Handarbeit zu haben. So leaste er sich bis zu seinem Tod alle sechs Monate einen Mercedes SL 55 AMG. iPod und iPhone waren vom Design Dieter Rams’ für das deutsche Unternehmen Braun inspiriert. Der “Wired” erklärte Jobs schon 1996, dass er Haushaltsgeräte von Miele bevorzuge. Im Gegensatz zu amerikanischen Modellen wären die weitaus sparsamer und würden die Wäsche schonen.

Ob er in seiner Freizeit auch der Weißwurst fröhnte, ist freilich nicht überliefert…

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