Sony Tablet S im Test: Android-Tablet nicht nur für Fanboys

Sony hat sein erstes Tablet eng mit seinen anderen Angebote, wie Musik- und Videostreamingdienten und dem Playstation Store verknüpft. Aber zum Glück lässt sich das Tablet S mit seinem 9,4 Zoll großem Bildschirm und einer Infrarotschnittstelle auch ohne weitere Geräte oder Dienste von Sony sinnvoll nutzen.

Aktuelle Komponenten und eine Infrarot-Schnittstelle als Bonus

Technisch betrachtet befindet sich das Tablet Svon Sony auf der Höhe der Zeit. In dem Surfbrett arbeitet die Tegra-2-Plattform von Nvidia mit einem 1-Gigahertz-Proessor und einem Geforce-Grafikchip. Zusammen mit dem 1-Gigabyte großen Arbeitsspeicher erreichten sie im Benchmark-Test “Quadrant Standard” 1.761 Punkte.

Sony bietet das Tablet S wahlweise mit einem 16 oder 32 Gigabyte großen internen Speicher an, den der Nutzer mit einer Speicherkarte im SD(HC)-Kartenlesegerät um bis zu 32 Gigabyte erweitern kann. Wobei die UMTS-Version nur in der kleineren Speichervariante verfügbar ist.

Das Tablet Sgelangt per WLAN und beim UMTS-Modell natürlich auch über das Mobilfunknetz ins Internet. Mit anderen Geräten Geräten tauscht es Daten über kurze Strecken per Bluetooth aus. Das GPS-Modul sorgt dafür, dass der Nutzer nicht die Orientierung verliert. Die Kamera liefert Bilder mit einer Auflösung von bis zu fünf Megapixeln. Bei der Frontkamera für Videochats müssen 0,3 Megapixel ausreichen.

Ungewöhnlich für ein Tablet ist die Infrarot-Schnittstelle, mit der sich der Erstling von Sony in eine Fernbedienung verwandelt. Zwei Apps sind vorinstalliert. Mit der einen lassen sich Geräte des japanischen Konzerns fernsteuern. Die andere erlaubt in bester Universalfernbedienungstradition die Steuerung von Geräten einer unüberschaubaren Zahl von Herstellern. Im Test funktionierte dies zum Beispiel mit einem Fernseher von Samsung einwandfrei.

HD-tauglicher Bildschirm

Sony stattet das Tablet S mit einem 9,4 Zoll großen Touchscreen aus, der über eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln verfügt und sich damit auch für die Wiedergabe von HD-Inhalten (720p) eignet. Der Bildschirm liefert ein schönes Bild, spiegelt allerdings vergleichsweise stark, so dass die Android-Flunder besser im Wohnzimmer, denn im Freien aufgehoben ist. Auf Berührungen mit den Fingern reagiert das Display ohne Verzögerungen.

Android aktualisieren, Apps für Sony-Dienste

Ab Werk installiert Sony auf dem Tablet Sdie Android-Version 3.1, eine Aktualisierung auf 3.2 steht aber schon per WLAN bereit. Der Nutzer hat natürlich Zugriff auf den Android Market, Sony bietet mit Select App aber auch noch einen eigenen App Store an.

Der Nutzer findet auf dem Tablet S mehrere Apps vor, die im direkten Zugriff auf weitere Angebote von Sony bieten. Im Playstation Store stehen Spiele zum Kauf bereit. Filme und Musik findet er bei den Diensten Music Unlimited und Video Unlimited.

Viel Kunststoff und ein schräges Gehäuse

Das Tablet S verfügt über ein Kunststoffgehäuse, dass sich leider auch nach Plastik anfühlt. Andere Tablets – egal ob mit Kunststoff- oder Aluminiumgehäuse wirken deutlich hochwertiger. Genauer betrachtet weist aber auch Gerät von Sony keine Mängel bei der Verarbeitung auf. Dennoch bleibt das “billige” Gefühl. 

Das Gehäuse des Tablet S wird von vorne nach hinten immer dicker. Dadurch liegt der Touchscreen schräg vor dem Nutzer, er soll dadurch unter anderem auf der virtuellen Tastatur besser tippen können.

Neben dem schon erwähnten Kartenlesegerät befinden sich noch ein Mini-USB-Anschluss sowie ein Audio-Ausgang und die Lautstärkeregler an den Seiten des Gehäuses. Der Stromstecker des Tablet S – ein Eigengewächs von Sony – entzieht sich jedem Standard und ist kompliziert anzuschließen.

Fazit: Für Sony-Kunden und Freunde von Universalfernbedienungen

Die Anschaffung des Tablet S lohnt sich vor allem für Fanboys von Sony oder Anwender, die schon Geräte und Dienste des Konzerns nutzen. Aber auch alle anderen Nutzer erhalten ein Android-Tablet, dass sich technisch und preislich auf der Höhe der Zeit bewegt. Die Optik mag gewöhnungsbedürftig sein, aber an der Verarbeitung und Bedienung gibt es “fast” nicht auszusetzen. Ein dickes Plus ist die Infrarot-Schnittstelle, die das Gerät in eine Universalfernbedienung verwandelt. Negativ zu erwähnen ist das spiegelnde Display sowie das Kunststoffgehäuse. Letzteres wirkt zwar stabil, aber auch “billig”. 

Sony bietet insgesamt drei verschiedenen Varianten des Tablet S an. Die WLAN-Modelle mit 16 und 32 Gigabyte großem Speicher sollen 479und 579
Euro kosten. Für das UMTS-Modell mit 16 Gigabyte großem Speicher empfiehlt der Hersteller einen Verkaufspreis von 599 Euro.

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