So ensteht ein iPad [Video]

Der Journalist Rob Schmitz durfte im Werk von Foxconn, Apples größtem Zulieferer, filmen und hat ein Video mitgebracht, das neben Eindrücken von Mammut-Campus mit über 250.000 Angestellten auch eindrucksvoll zeigt, welche Stationen das iPad durchläuft, bevor es in den Handel kommt.

Legebatteriengleiche Arbeitsplätze, Überstunden im Akkord und keine Vergnügungsmöglichkeiten. Wenn man an Foxconn, die Brutstätte von iPhone und iPad, denkt, kommen einem viele Assoziationen in den Sinn. Berüchtigt wurde das Werk in Shenzen durch eine Selbstmordserie unter Angestellten, die sich von den Dächern des Campus stürzten.

Seitdem steht der Zulieferer in der Kritik. Zuletzt sorgte ein Bericht von Mike Daisey für Aufruhr, der sich allerdings als größtenteils erdachter Schwindel entpuppte. Dafür war Rob Schmitz verantwortlich, der für Marketplace als Korrespondent in Shanghai arbeitet. Foxconn erlaubte ihm, offenbar als Dankeschön für die Imagepflege, einen exklusiven Einblick in den Produktionsprozess des iPads.

Angeblich würden die Angestellten ihren Arbeitsplatz alle paar Tage wechseln. Der durchschnittliche Lohn liegt bei 14 Dollar pro Tag. Dennoch berichtet Schmitz, dass Foxconn aus Sicht der Chinesen zu einer der beliebtesten Firmen zählt. Nicht umsonst warteten am Drehtag rund 500 Bewerber vor den Toren des Werks, der für den US-Journalisten weniger einer Fabrik gleicht. Mit seinen Sportplätzen, Wohnungen und Supermärkten ähnelt es mehr einem Campus, so Schmitz’ Resümee.