Sieben Gründe, warum Apple keinen Fernseher bauen wird

In den vergangenen Monaten waren immer wieder Gerüchte über ein Fernsehgerät von Apple zu lesen. Auch bei uns. Doch es gibt gewichtige Gründe, die dagegen sprechen, dass ein Fernseher mit dem Apfel-Logo auf den Markt kommt.

In den Gerüchten um einen iTV kursieren teilweise sehr schöne und verlockende Entwürfe und Funktionen. Doch die vom Instapaper-Gründer Marco Arment in seinem Blog zusammengetragenen sieben Argumente sind durchaus nachvollziehbar und dämpfen die euphorischen Erwartungen, die schon bei so manchem Fanboy entstanden sein müssen.

  • Der Markt für Fernseher ist mit günstigen Geräten überschwemmt – Apple dürfte es schwer fallen, einen Trend zu setzen und in kurzer Zeit größere Marktanteile zu erreichen.
  • Die Gewinnmargen sind gering, und in diesem Punkt ist Apple durch iPhone und iPad verwöhnt.
  • Die Geräte wären groß und schwer und erfordern oft die Befestigung durch Profis.
  • Die Fernseher würden große Flächen in den Apple Stores belegen und zugleich viele Regale in Lagerhäusern füllen.
  • Es wäre nicht möglich durch die Herstellung eines Geräts für die ganze Welt Kosten zu sparen, da zum Beispiel in den USA das Fernsehen den NTSC-Standard verwendet und in Europ PAL-Technik nutzt.
  • Der Produktzyklus wäre zu lang. Apple setzt darauf, dass sich die Kunden alle zwei bis drei Jahre einen neuen Rechner mit Mac OS X oder ein iOS-Gerät kaufen – ein Fernseher steht dagegen mehrere Jahre und manchmal soagr Jahrzente im Wohnzimmer – sofern er nicht kaputt geht.
  • Zudem müsste sich Apple ins Haifischbecken der Kabelfirmen begeben, um in langwierigen Verhandlungen die Weiterleitung der herkömmlichen und die Bereitstellung spezieller Inhalte zu erreichen.

Für sich genommen ist keiner der genannten Gründe ein KO-Kriterium gegen einen iTV. Doch im Verbund könnte die Summe der Hürden einen iTV-Launch erschweren. Vermutlich wäre eine Apple TV-Box mit Siri-Anbindung die einfachere Lösung. Aber Apple ist nicht dafür bekannt, den einfachsten Weg zu gehen.