Secusmart: Gesprächs-Verschlüsselung für Android angekündigt

Das auf die Verschlüsselung von Telefongesprächen spezialisierte Unternehmen Secusmart hat eine hardwarebasierte Krypto-Lösung für Android-Smartphones angekündigt. Bisher funktionierte die Secuvoice-Technologie nur auf Blackberry- und Symbian-Geräten.

Die fertige Android-Version seiner Verschlüsselungstechnologie Secuvoice will Secusmart allerdings erst Anfang März auf der CeBIT in Hannover vorstellen. Als erstes Smartphone unterstützt die Krypto-Hardware das Samsung Galaxy S2. Für andere Modelle soll die Oberfläche noch angepasst werden.

MicroSD-Karte übernimmt Verschlüsselung

Grundlage von Secuvoice ist eine Smartcard, die der Nutzer in den MicroSD-Schacht seines Smartphones einlegt. Auf dieser sind Zertifikate gespeichert, die den Gesprächspartner identifizieren und die Verschlüsselung übernehmen. Die Telefonate erfolgen dabei nicht über das Mobilfunknetz sondern per Voice-over-IP über das Internet.

Mit der Ankündigung von Secuvoice für Android trägt Secusmart der Tatsache Rechnung, dass Android-Smartphones auch in Unternehmensleitungen oder Forschungs- und Entwicklungsabteilungen immer beliebter werden. Aber auch in Behörden und Verwaltung ist das Betriebssystem von Google anscheinend angekommen.

Keine Lösung für Privatgespräche

Wann genau Secuvoice für Android verfügbar sein soll und wie teuer die Smartcard wird, hat Secusmart bisher noch nicht verraten. Allerdings gehören Firmen und Geschäftskunden sowie Behörden zur Zielgruppe und nicht Privatnutzer. Ältere Preisangaben liegen in einem Bereich von über 2.500 Euro pro Karte.

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