Sechs Tipps, die Ihr iPhone sicherer machen

Das iPhone ist für viele längst zum Dreh- und Angelpunkt der Kommunikation geworden. Hier landen neue Fotos, Adressen und der Kontostand. Doch wie steht es um die Sicherheit Ihrer Daten? Wir haben die besten Tipps für ein sichereres iPhone zusammengetragen. Die meisten Tipps lassen sich auf auf iPad und iPod touch anwenden.

Die Grundeinstellungen

Neben der Pin sollten Sie umgehend nach dem Kauf eines iPhones die Code-Sperre aktivieren. Wichtig beim iPhone 4S: Deaktivieren Sie den Zugriff auf Apples Sprachassistent im Standby-Modus. Ansonsten geben Sie Dritten die Möglichkeit, via Siri Zugriff auf …. zu bekommen. Vermeiden Sie außerdem zu jeder Zeit öffentliche Wlan-Verbindungen. Die Gefahr, dass Unbekannte mit wenigen Klicks Ihren gesamten Datenverkehr “mitsniffen”, ist hier einfach zu groß.

Aktivieren Sie außerdem in Einstellungen > Ortungsdienste die Funktion “iPhone suchen”. Über iCloud.com können Sie das Gerät dann im Verlustfall orten, den Finder per Nachricht kontaktieren oder das Gerät im Notfall sperren.

iPhone partysicher machen

Gerade auf Feiern kann es durchaus mal vorkommen, dass man sein iPhone kurz aus der Hand gibt. Wenige Minuten später hat man dann unliebsame Apps und ungewollt komische Bilder auf dem Gerät. Wer so etwas vermeiden will, kann unter Einstellungen > Allgemein > Einschränkungen den Zugriff auf bestimmte Funktionen komplett verbieten. Die Einschränkungen, beispielsweise für die Kamera, lassen sich nur mit dem richtigen Code wieder aufheben.

Sicherheitslücke Jailbreak

Jailbreaks haben einen Vorteil: Der Zugriff auf Cydia gibt dem User Zugriff auf Apps und Einstellungen, denen sich Apple verwehrt. Der Nachteil: Nach dem Update auf einen neuen iOS-Version kann es mitunter Monate dauern, bis für das entsprechende iPhone ein Jailbreak und ein Unlock zur Verfügung stehen. Apple launcht seine Updates aus einem bestimmten Grund. Neben neuen Funktionen dient das Update auch der Schließung von Sicherheitslücken. Ist Ihr iPhone nicht up-to-date, tragen Sie eine permanente Sicherheitslücke mit sich herum.

Welche Apps helfen?

Hinter dem unerhört sperrigen Namen „Hotspot Shield VPN“ versteckt sich eine App, die es gerade für deutsche User in sich hat. Einmal gestartet, läuft das Programm im Hintergrund und verschlüsselt fortan den gesamten Datenverkehr: von der SMS, über Mails, das Browsen bis hin zu Twitter und Facebook. Damit nicht genug: Beim Browsen zwingt das Programm Safari dazu, Webseiten im Idealfall gesichert, also mittels HTTPS, aufzurufen. So viel Service hat seinen Preis: Die App selbst ist kostenlos. Die ersten sieben Tage lässt sich „Hotspot Shield VPN“ außerdem kostenlos nutzen. Danach werden 99 Cent für einen Monat oder 9,99 Dollar pro Jahr fällig.

Einen anderen Ansatz vertritt “Lookout”. Einmal via Appstore installiert, gibt die App nach dem Öffnen eine leicht verständliche Übersicht über eventuelle “Problemzonen” an bzw. in ihrem iPhone oder iPod touch. “Lookout”analysiert Ihre Wlan-Einstellungen und checkt, ob Ihr iOS auch auf dem neuesten Stand ist. Unsichere Einstellungen werden mit einem Ausrufezeichen markiert. Außerdem erstellt die App automatisch beim ersten Start ein Backup der Kontakte, das sich auf mylookout.com einsehen lässt. Bei den folgenden Starts wird die Datenbank stetig aktualisiert. Vermissen Sie ein Gerät, können Sie es über den dritten Menü-Punkt “Missing Device” suchen. Per VoIP können Sie sogar eine gesprochene Nachricht an das verlorene iPhone schicken. “Lookout” benötigt  iOS 4.0 oder eine neuere Version, um zu funktionieren.

Einfallstor Online-Banking

Erledigen Sie Ihre Finanzgeschäfte auf dem iPhone nur mit den passenden Apps. Vermeiden Sie den direkten Zugriff über den Browser. Speichern Sie Passwörter nicht auf dem Gerät. Nur so können Sie sicher sein, dass kein anderer außer Ihnen auf Ihr Geld zugreifen kann. Für die Verwaltung mehrerer Konten bei mehreren Banken empfiehlt sich iOutBank Pro. Achten Sie beim Versand von tan-Nummern via SMS, dass Sie die Transaktion umgehend durchführen oder die tan-Nummer umgehend löschen.

Bei Kostenlos-Apps vorsichtig sein

Apps sind nicht nur nützlich, sondern mitunter recht geschwätzig. Das hat das Wall Street Journal bei einem breit angelegten Test kostenloser Apps bereits 2010 herausgefunden. Das erschreckende Ergebnis: 56 der Apps übertrugen die Gerätenummer, ohne den User darüber zu informieren. 47 übermittelten ungefragt den Aufenthaltsort des Users, fünf schickten sogar Alter, Geschlecht und andere sensible Daten an Dritte. Die Informationen landen dann bei Werbeunternehmen. Werbefirmen und App-Entwickler nutzen dabei eine Lücke in den AppStore-AGBs. App-Anbieter können anhand dieser Nummer ihr Smartphone aus der Masse der Geräte identifizieren und – ähnlich wie bei Cookies im Browser – genau verfolgen, welche Programme sie herunterladen und wie sie sie benutzen.

Firmen wie das US-Unternehmen Mobclix sammeln diese Infos und bündeln sie zu Nutzerprofilen. Nach eigenen Angaben könne man eine Person auf diese Weise in 150 unterschiedliche Kategorien einordnen. “Angry Birds” beispielsweise übermittelt die Phone-ID, den Standort, Kontaktdaten und Login-Daten. Auch “Shazam” plaudert munter daher: Irgendwie muss sich der geniale Service ja finanzieren. Deswegen übermittelt die App Daten an die Mobile Interactive Group, Flurry und Quattro – allesamt Werbefirmen. “Talking Tom” ist ein kleines Kätzchen, das mit einer Fiepsstimme alles nachplappert, was Sie in Ihr iPhone sprechen. Nicht mehr, nicht weniger. Die App ist kostenlos, leitet jedoch Standort und die Phone-ID an die Drittunternehmen Mobclicx, Inmobi, AdMob, und Quattro weiter.

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