Sechs Dinge, die wir uns von der Apple-Keynote versprechen

Das Warten hat endlich ein Ende: Am 12. September stellt Apple eine ganze Reihe neuer Produkte vor. Analysten sprechen vom größten Produktlaunch in der Geschichte des Unternehmens. Zeit für ein Roundup: Das sind die sechs Dige, die wir uns von der Keynote im Yerba Buena Center in San Francisco versprechen.

iPhone 5

Auch wenn Apple es noch nicht offiziell bestätigen will, so gilt der Launch der sechsten iPhone-Generation als gesichert. Viel wurde vorab disktuiert über die technischen Spezifikationen, viele Bauteile wurden geleaked. Damit wird es CEO Tim Cook umso schwieriger, Fans und Presse zu überraschen.

Ein vier Zoll großes Display dürfte das kommende iPhone-Modell haben, die Gehäuserückseite soll zum Teil aus Metall bestehen, ein kleinerer Dock-Connector gilt als wahrscheinlich. Noch unklar ist, ob das Gerät LTE unterstützen wird und über einen NFC-Chip zum mobilen Bezahlen verfügt.

iPhone 3GS geht in Rente

Es war der heimliche Bestseller der iPhone-Familie, aber langsam wird es Zeit für den Plastikbuckel, in Rente zu gehen. Berichten zufolge könnte das iPhone 4 die würdige Nachfolge antreten. Beim Launch des iPhone 4S senkte Apple den Preis für den Vorgänger deutlich. Ein ähnlicher Schritt bei der Vorstellung des iPhone 5 wäre nur logisch. Zumal das 3GS mittlerweile zu langsam ist für viele rechenaufwändige Apps.

Neue iPods

Gut zwei Jahre hat sich Apple Zeit gelassen, seine ehemalige Cash Cow rundzuerneuern. Am 12. September dürfte es endlich soweit sein. Zwar hat der iPod durch den Erfolg von iPhone und iPad an Bedeutung verloren – de facto ist es ein iPhone ohne Telefonie-Funktion – allerdings eignet sich das Gerät nach wie vor als mobile Spielekonsole für die Jüngeren.

Über den iPod nano wird spekuliert, dass sich das Gerät über einen neuen Bluetooth-Standard zur SmartWatch aufwerten lässt. Ein Device also, das etwa Nachrichten und andere Daten vom iPhone abgreifen und auf seinem kleinen Bildschirm wiedergeben könnte. Der iPod touch dürfte sich optisch am neuen iPhone orientieren.

Kein iPad mini

Neben dem iPhone 5 diskutierte die Techszene über kein anderes Gadget so heftig wie über das iPad mini, einen spekulierten kleineren Bruder des Apple-Tablets. Obwohl die Vielzahl der Quellen, die Details über das Gerät zu Tage gefördert habe, tatsächlich auf die Existenz eines solchen Gadgets hindeutet, ist es unwahrscheinlich, dass Tim Cook das iPad mini bereits im September vorstellen würde.

Designstudie iPad mini (Foto: 9to5mac.com)

Das Device gilt als Mittel zum Zweck im Kampf gegen die wachsende Armada an kleinen Android-Tablets, darunter das Nexus 7 von Google und der neue Kindle Fire HD von Amazon. Bei einer frühzeitigen Präsentation im September würde Apple dem iPhone die Schau stehlen – zu wichtig sind beide Geräte für sich genommen. Wahrscheinlicher ist ein Launch im Oktober, schließlich muss das Tablet noch pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in den Handel kommen.

iOS 6

Mit jeder Menge nützlicher Funktionen wartet iOS 6 auf, das ist schon von der Developer-Version bekannt. Neben der Bezahl-App Passbook lernt das iPad sprechen, während sich iPhone- und iPad-Nutzer über 3D-Kartenmaterial freuen dürfen. Es wäre nur logisch, wenn Apple sein neues mobiles Betriebssystem mit dem Start des neuen iPhones released.

Neue iMacs

Zuletzt kursierte das Gerücht, dass die All-in-One-Rechner mit dem Retina-Display erst 2013 erscheinen würden. Nun machen neue Quellen Hoffnung auf einen baldigen Launch neuer iMacs. Offenbar wird eine Retina-Variante, die noch in diesem Jahr in den Handel kommt, immer wahrscheinlicher. Der Haken: Die Retina-iMacs dürften teurer werden – sehr viel teurer.

Egal wann Apple den Retina-iMac vorstellt, sicherlich wird es wie beim MacBook Pro nur ein deutliches teureres Top-Modell mit dem hochaufgelösten Bildschirm geben. Die All-in-One-Computer im bisherigen Preisrahmen werden wohl noch länger nur über einem herkömmlichen Monitor verfügen.

Schon beim Retina-MacBook müsste eine 17-Zoll-Variante nach Berechnungen des Analysten Trip Chowdhry von Global Equities Research 700 Dollar mehr kosten als das 15-Zoll-Modell. Für den iMac in der aktuellen Größe wären Displays mit 21,5 und 27 Zoll nötig.