Samsung besser als Apple: Stiftung Warentest testet 22 Android-Smartphones

In einem aktuellen Test hat die Stiftung Wartentest das Samsung Galaxy S II mit Bestnoten gewürdigt – und damit unseren sehr guten Eindruck bestätigt. Mit seinem großen, kontrastreichen Display zieht das Android-Smartphone klar am iPhone 4 von Apple vorbei. Insgesamt wurden 22 Android-Smartphones getestet, darunter das HTC Desire S, LG P970 Optimus Black und Sony Ericsson Xperia 8.

Das Urteil ist deutlich: Der aktuelle Testsieger Samsung Galaxy S II für 520 Euro ist das beste Handy, das die Stiftung Warentest je getestet hat. Es begeisterte die Tester besonders mit seinem sehr kontraststarken Display. Gerade bei heller Umgebung schneidet es noch etwas besser ab als das ebenfalls „sehr gute“ des iPhone 4. Wer dagegen ein Android-Smartphone mit physischer Tastatur sucht, ist mit dem HTC Desire Z für 390 Euro am besten bedient. Bestes Multimediahandy ist das knapp „gute“ Nokia C3–01 Touch and Type für 156 Euro.

Im aktuellen Test zeigen etliche die Art von Funkproblemen, durch die bislang nur das iPhone 4 aufgefallen war: Bei den HTC-Geräten Desire S, Desire Z und Wildfire S sowie beim LG Optimus Black bricht die Funkleistung ein, wenn die Geräte an einer bestimmten Stelle berührt werden.

Nicht nur vorteilhaft: Große Displays

Vielsurfer sind mit den großen und hochaufgelösten Touchscreens von Edelsmartphones wie dem HTC Desire HD oder dem Samsung Galaxy S II am besten bedient. Doch dieser Surfspaß hat seinen Preis: Solche Geräte sind relativ teuer und einige von ihnen zudem recht schwer und sperrig. Hier muss jeder Nutzer abwägen: Welcher Kompromiss von Preis, Displaygröße und Tragekomfort ist für mich der beste. Ein weiterer Nachteil besonders großer Bildschirme: Sie verbrauchen mehr Strom. Nicht immer sind die Akkus großer Smartphones dem gewachsen.

Die meisten Handys besitzen einen 3,5-mm-Standard-Kopfhöreranschluss – ein schwacher mitgelieferter Kopfhörer lässt sich so leicht durch einen besseren ersetzen. Seltener ist auch die Klangqualität des Handys selbst dürftig. Der Kopfhörerausgang des Samsung Galaxy 550 zum Beispiel bringt Störgeräusche. Die lassen sich auch mit den besten Kopfhörern nicht beseitigen. Neuerdings fährt Samsung bei einigen seiner günstigeren Geräte einen Sparkurs: Das Galaxy Ace und das Star II werden ohne Kopfhörer ausgeliefert. Das fließt negativ in die Note für den Klang ein.

Immer bestens orientiert

Alle geprüften Smartphones verfügen über einen Empfänger für das Satelliten-Ortungssystem GPS. Für Android-Handys ab der Systemversion 2.1 gibt es die Navigationssoftware Google Maps Navigation. Wenn sie nicht schon vorinstalliert ist, lässt sie sich gratis nachladen. Google Maps weist jedoch eine wichtige Einschränkung auf: Es handelt sich um eine Offboard-Navigation. Das heißt, das Kartenmaterial ist nicht auf dem Handy gespeichert, sondern lädt sich bei Bedarf von Großrechnern des Anbieters. So entsteht ständig Datenverkehr. Mit dem passenden Datentarif ist das im Inland kein Problem.

Die Stiftung hat parallel auch die aktuellen Handytarife verglichen und festgestellt, dass die Preise seit Jahresbeginn für Wenignutzer um bis zu 45 Prozent gesunken sind. Nicht einmal 5 Euro im Monat muss bei vier Anbietern bezahlt werden, wenn man wenig mit dem Smartphone telefoniert und nur gelegentlich surft.

Der ausführliche Test ist in der September-Ausgabe der Zeitschrift test und online veröffentlicht. Der praktische Online-Produktfinder lässt sich für 3 Euro freischalten.

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