Richtlinien: Was Apple-Mitarbeiter dürfen – und was nicht

Bei Apple geht es zu wie bei einem Fight Club: Wer für den Konzern aus Cupertino arbeitet, darf öffentlich nicht über seinen Arbeitgeber reden. Nicht auf der eigenen Homepage, nicht in den Kommentarspalten von Blogs und auch nicht bei Facebook. Diese und weitere Internet-Verhaltensrichtlinien für Apple-Mitarbeiter sind öffentlich geworden.

Der US-Blog 9t5mac.com nimmt den Rauswurf eines Apple-Mitarbeiters, der auf Facebook über seinen Arbeitgeber gelästert hatte, zum Anlass, die ihm vorliegenden Richtlinien vollständig zu veröffentlichen. Apples Business-Strategie trägt das Kürzel HRCCC und steh für honesty, respect, confidentially, community, compliance – zu deutsch: Ehrlichkeit, Respekt, Vertraulichkeit, Gemeinschaft und die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften.

Die Vorgaben sind klar und deutlich. Bei Verstößen droht der iPad-Hersteller entsprechende Konsequenzen an, weist aber zuvor noch darauf hin, dass die Grenzen zwischen privat und öffentlich in sozialen Netzwerken fließend sind – exzessive Partyfotos sind folglich nicht gern gesehen und jeder Mitarbeiter sollte auf seine Außendarstellung achten.

Eigene Meinung ja, aber zu Apple bitte nur intern

Wer bei Apple arbeitet, darf eine eigene Webseite oder Blog betreiben, dort aber in keinster Weise über seinen Arbeitgeber schreiben, aber immerhin erwähnen, für wen er tätig ist. Ebenfalls verboten ist das Verfassen von Kommentaren auf Webseiten und Blogs zu Apple-Themen – lesen dürfen sie m-magazin aber. Ebenfalls vollständig untersagt sind das spekulieren über Gerüchte zu neuen Apple-Produkten.

Jeder Apple-Mitarbeiter erhält zwei E-Mail-Adressen: eine berufliche @apple.com und eine private bei @me.com, die auch strikt getrennt genutzt werden sollen.

Kollegen und Kunden achten, Geheimnisse für sich behalten

Diese Strategie schlägt sich auch in den Verhaltsanweisungen nieder: So soll man auch im Streit Respekt gegenüber den Mitmenschen zeigen und die Privatsphäre der Kollegen und Kunden achten. Kritik sollte man nur intern äußern. Wer sich als Apple-Mitarbeiter zu erkennen gibt, soll seine Beiträge als private Meinung kennzeichnen, damit niemand sie für eine offizielle Firmenposition hält.

Produkt- und Geschäftsgeheimnisse darf natürlich auch bei Apple niemand verraten – auch nicht die von Geschäftspartnern. Hierzu gehören auch Fotos der Mitarbeiter- und Lagerräume, der Apple Stores sowie Dokumente wie die hier zitierte Verhaltensrichtlinie. Wer für den Mac-Hersteller arbeitet, soll sich natürlich auch an alle weltlichen Gesetze halten.

Der Kunde hört mit

Wer im Verkauf arbeitet, soll genau darauf achten über was er sich mit den Kollegen unterhält, ansonsten könnten Kunden Firmen-Interna aufschnappen. Außerdem ist bei Apple das altbekannte Gerüchte-werden-weder-bestätigt-noch-verneint-Mantra in Stein gemeißelt.

Apples Richtlinien gelten nicht nur für die festangestellten Mitarbeiter, sondern auch unabhängige Vertragspartner, Berater und alle, die Geschäfte mit dem iPhone-Hersteller machen. Sie können die Richtlinien in voller länge bei 9to5mac.com nachlesen.

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