Rdio: Musikdienst inklusive Android-App im Kurztest

Der Musikdienst “Rdio” hat heute ein Update für seine Android-App veröffentlicht. Der erst kürzlich in Deutschland gestartete Dienst hat die Oberfläche etwas schicker gestaltet und setzt dabei auf eine “Ein-Klick-Navigation”. Leider waren im Kurztest einige Alben nur im Offline-Modus hörbar. Ansonsten kann sich die App aber sehen, ähhh hören lassen. Via Browser lässt man lieber die Finger vom Dienst.

Mobile Applikationen müssen sich auf das wesentliche konzentrieren. Viel Schnickschnack führt meist zu Irritationen und lässt zudem die Usability vermissen. Die Entwickler von Rdio haben beim Update für die Android-App auf eine einfache Menüführung geachtet und dabei trotzdem eine schicke Oberfläche gezaubert. Nach der Installation erscheint der Startbildschirm mit drei sichtbaren Hauptpunkten: Im oberen Bereich des Displays befinden sich die Buttons “Dashboard”, “Collection” und “Playlists”. Darunter darf der Nutzer die Ansicht des Startbildschirms verändern. Möchte er beispielsweise die aktuellen Aktivitäten der Nutzer einsehen, klickt er auf “Recent Activity”. Sollen die am meisten gespielten Interpreten angezeigt werden, reicht ein Klick auf “Heavy Rotation”.

Rdio: Probleme beim Stream einiger Musik-Alben

Was allerdings nicht wirklich gefällt: Während des Kurztests, konnten wir beispielsweise das Album von Kraftklub lediglich im Offline-Modus genießen. Per WLAN war das Album nicht zu hören, andere Musiker dagegen drangen ohne Probleme in unser Gehör. Auch eine erneute Installation der App brachte keine Besserung. Eine Anfrage an die Pressestelle ist dahingehend gestellt – wir halten euch auf dem Laufenden. Was uns sehr gut gefällt, ist die schnelle Suche nach Künstlern. Unter Menü und Search dauert es gefühlt eine Sekunde, bis der oder die Künstler auf dem Display erscheinen – zu erst die einzelnen Alben, gefolgt von einzelnen Songs. Wichtig: Die mobile Variante funktioniert nur mit dem “unlimited” Paket.

Über Rdio:

Nachdem sich die Bitkom mit der GEMA einigen konnte, startete auch Rdio.com in Deutschland durch. Der Musikdienst aus den USA erlaubt es dem Nutzer, Musik über den Browser, per App oder als Download zu genießen. Im Browser ist der Dienst sehr unübersichtlich, auf Android-Geräten spielt er aber seine Stärken aus: Der Dienst darf sieben Tage getestet werden.

Millionen Songs warten darauf, gehört zu werden. Wer über einen Netzzugang verfügt, darf auf die gesamte Musikbibliothek zugreifen. Einschränkungen konnten wir im Test nicht ausmachen. Auf dem Heim-PC mit Windows oder Mac OS erreicht ihr Rdio mit dem Adobe Flash Player. Letzterer frisst allerdings an den Ressourcen des Rechners.

 

Rdio hat Partnerschaften mit allen großen Plattenfirmen (EMI Music, Sony Music Entertainment, Universal Music Group, Warner Music Group) und Tausenden nationalen und internationalen Indie-Labels. Der Dienst ist werbefrei – optisch und akustisch.

Die Kosten sind den anderen Diensten angeglichen. Für 4,99 Euro monatlich erhält der Kunde den Browser-Zugriff. Die mobile Erreichbarkeit kostet gewohnt 9,99 Euro im Monat. Rdio kann mobil überzeugen. Am Rechner sind andere Anbieter wie Simfy oder Spotify einfach übersichtlicher und klar besser. Letzterer Anbieter wird in Kürze auch Deutschland erobern.

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