Puppentheater: Apple droht Jobs-Actionfigur-Hersteller mit Klage

Vor wenigen Tagen hatten wir über die überaus detailreiche Actionfigur von Apple-Boss Steve Jobs berichtet. Jetzt droht Cupertino dem Shopbetreiber In Icon mit einer Klage, falls dieser den Verkauf und die Produktion nicht einstellt. Doch die Firma sieht sich im Recht.

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis Apple auf das Angebot aufmerksam werden würde: Der Online-Shop In Icon vertreibt seit wenigen Tagen eine Actionfigur von Jobs, die in der Detailtreue ihresgleichen sucht. Stilecht wird der Plastik-Jobs mit New-Balance-Sneakers, Nickelbrille, Jeans, schwarzem Rollkragenpulli, einem „One more thing“-Aufsteller und mehreren Händen für unterschiedliche Keynote-Posen ausgeliefert – natürlich mit Ehering.

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Der Telegraph berichtet nun, dass Apple Kontakt zum Hersteller aufgenommen hat. Der Konzern drohe mit einer Klage, falls man den Vertrieb sowie die Produktion der Puppe nicht umgehend einstelle. Das verwundert kaum: Immerhin ging Steve Jobs schon zu Lebzeiten gegen die Plastik-CEOs vor. Apples Begründung für die Androhung rechtlicher Schritte: “Jedes Spielzeug, das dem Firmenlogo, der Person, der allgemeinen Erscheinung ähnelt, ist eine Straftat.”

“Apple hat kein Copyright an Steve Jobs”

Doch Tandy Cheung, Boss von In Icon, will sich davon nicht einschüchtern lassen. Laut Telegraph hätten ihm seine Anwälte zugesichert, dass er sich durch die Actionfigur nicht am geistigen Eigentum des Konzerns vergreifen würde. Cheungs recht wirre Antwort: “Steve Jobs ist kein Schauspieler, erst ist nur eine Berühmtheit. Für eine normale Person gibt es kein Copyright. Er ist kein Produkt, also dürfte Apple auch kein Copyright an ihm besitzen.”

Rund 100 Dollar kostet die zwölf Zoll große Puppe. Die Auslieferung soll Ende Februar beginnen. Vermutlich setzen die Shop-Betreiber auf einen erhöhten Absatz, wenn Apple, wie allseits erwartet, im Februar neue Produkte vorstellen könnte.

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