Office 365 hält Einzug in Schulen und Universitäten

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Cloud Computing ist eine vielversprechende Ergänzung des IT-Systems von Unternehmen, der Verwaltung und auch von Schulen und Universitäten. Seit kurzem steht Office 365, die neue Online-Plattform für Cloud-basierte Zusammenarbeit von Microsoft, auch für Bildungseinrichtungen zur Verfügung.

Schulen und Universitäten haben längst erkannt, dass sie auf zeitgemäße Kommunikation und Strukturen setzen müssen, um zukünftig zu bestehen. Cloud Computing ist eine davon. Weltweit nutzen 15 Millionen Menschen in Bildungseinrichtungen Live@edu von Microsoft. Jetzt sollen sie schrittweise in das neue Kollaborations-System Office 365 überführt werden. Aber was ist eigentlich dran an Office 365 und wird die Cloud herkömmliche Systeme ersetzen?

Die neuen Komponenten sind schnell erklärt: SharePoint Online löst SkyDrive für Dokumentverwaltung und Zusammenarbeit ab und Lync Online kommt als Ersatz für den Windows Live Instant Messenger für Echtzeitkommunikation und Webkonferenzen. Durch den Umstieg von Live@Edu auf Office 365 können Schüler, Studenten, Lehrende und Wissenschaftler von genauso effizienten und komfortablen Lösungen profitieren, wie sie in Unternehmen eingesetzt werden. Die Online-Services sind und bleiben dabei für die Bildungseinrichtungen kostenlos und werbefrei.

Fast hundertprozentige Datensicherheit

Laut Microsoft bietet Office 365 neben einem sehr guten Sicherheitssystem auch ein hohes Datenschutzniveau, die angebotenen Dienste besitzen eine hohe Verfügbarkeit von angeblich 99,9 Prozent. Dabei ist es durch die Plattformunabhängigkeit von Office 365 möglich, das System nahezu auf jedem Endgerät zu nutzen.

Microsoft setzt überwiegend auf Gewohntes: Über die Office-Oberfläche ist es einfach, von überall E-Mails und Dokumente auszutauschen, Webkonferenzen zu führen, kurz: zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten, egal wo die Teilnehmer sind. Durch Lync Online kommunizieren die Nutzer über das bei den meisten Schülern und Studenten bekannte und beliebte Instant Messaging. Aber auch Web-Konferenzen sind möglich. Via SharePoint können Schüler und Studenten online Dokumente verwalten und über Office Web Apps gemeinsam an Texten, Tabellen und Präsentationen arbeiten. Virtuelle Lernszenarien sind dadurch keine Vision mehr.

Das Arbeiten in der Cloud schont außerdem die internen Ressourcen von Schulen und Universitäten, denn sowohl der Aufwand für Systempflege als auch die IT-Ausgaben für Hard- und Software werden wie auch der Papiereinsatz reduziert. Dadurch, dass Mails bequem über Office 365 verschickt werden können, entfallen zusätzliche Kosten für E-Mail-Server und Mailingsoftware. Der Wartungsaufwand für das System hält sich ebenfalls gering, denn Microsoft übernimmt das Einspielen von Sicherheitspatches und Softwareupdates.

Mehr Flexibilität und Kosteneffizienz

Mit Office 365 können Schulen und Universitäten Schritt halten mit Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen, die ihre IT-Strukturen immer mehr in die Cloud verlegen und von gesteigerter Kosteneffizienz und flexibleren Workflows profitieren. Schülern, Studenten und Lehrenden wird eine zukunftsorientierte IT-Ausstattung geboten, die über alle Plattformen und Geräte hinweg eine verbesserte Kommunikation und Zusammenarbeit ermöglicht.

Cloud Computing ist eine vielversprechende Ergänzung des IT-Systems für Unternehmen und Einrichtungen, die einem starken Wachstum unterliegen, komplexe Kommunikationssysteme verwalten müssen und dennoch nicht auf eine einfache Handhabung des Systems verzichten wollen. Aber die Cloud allein hilft niemandem, gute Noten zu bekommen oder seinen Abschluss zu schaffen, wie Microsoft behauptet. 15 Millionen Teilnehmer klingt viel, kann aber erst der Anfang eines langen Weges sein. Cloud-Systeme werden nur langsam herkömmliche IT-Strukturen in Schulen und Universitäten ablösen. Oder was meinen Sie?