Nutzer verklagt Apple wegen "irreführender" Siri-Werbespots

Apple SiriEin iPhone-4S-Nutzer hat eine Sammelklage gegen Apple angestrengt, weil er der Meinung ist, die Werbespots für die Sprachsteuerung Siri seien irreführend. Siri würde nicht annähernd so gut funktionieren und reagieren wie in den Videos gezeigt, so der Vorwurf. Tja…

Der New Yorker Frank M.Fazio war offenbar so enttäuscht von den Fähigkeiten der Sprachassistentin Siri, dass er gemeinsam mit anderen iPhone-Kunden eine Sammelklage gegen Apple wegen “irreführender Werbung” angestrengt hat. Das schreibt das Wall Street Journal in einem seiner Blogs. Fazio hatte sein iPhone 4S im November 2011 gekauft und ärgerte sich darüber, dass Siri nicht so reagiert, wie in den Werbespots von Apple gezeigt.

In der Klageschrift heißt es unter anderem: “In vielen TV-Werbespots von Apple werden Menschen gezeigt, die mit Hilfe von Siri Verabredungen vereinbaren, Restaurants suchen und sogar Gitarren-Akkorde für Rock-Songs lernen oder erfahren, wie man eine Krawatte richtig bindet. In den Spots werden all diese Dinge ganz einfach mit Hilfe von Siri erledigt. Ein Feature, das tatsächlich nicht annähernd so gut arbeitet und funktioniert wie in der Werbung gezeigt.”

Der Hauptkläger gab zudem an, dass Siri ihn meist entweder gar nicht verstand, wenn er nach einer Wegbeschreibung oder nach einem Shop in der Nähe fragte oder nach einer längeren Wartezeit die falsche Antwort lieferte. Damit sei Siri bestenfalls “work in progress”, also ein unfertiges Produkt.

Nun wird sich ein Gericht in Kalifornien mit der Klage beschäftigen und darüber entscheiden, ob die Werbung für Siri tatsächlich irreführend ist, obwohl Apple in den Spots darauf hinweist, dass die gezeigten Szenen zu Werbezwecken stark verkürzt wurden.

Und hier noch einmal der Stein des Anstoßes, einer der Siri-Spots im Original:

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