NFC: Near Field Communication im Überblick

Einige mobile Begleiter führen die Schnittstelle für die drahtlose Datenübertragung schon in sich. Die Übertragungstechnik NFC hat ihre Stärken ausschließlich beim Transfer zwischen Geräten mit nur wenigen Zentimetern Abstand zueinander. Hinsichtlich des OS Android werden Smartphones oder Tablets zur mobilen Brieftasche – wir erklären wie.

Seit geraumer Zeit macht der Begriff Near Field Communication, kurz NFC, die Runde. Die sogenannte Nahbereichskommunikation sorgt für den Datenaustausch von Daten über geringe Distanzen – man spricht von maximal vier Zentimetern. Jetzt könnte man Fragen, warum dieser Blödsinn mit der geringen Entfernung? Nun, die Technik erschwert zunächst einmal das Ausspähen der übertragenen Daten. NFC ist die Grundlage für bestimmte Aufgaben, wie beispielsweise dem bargeldlosen Bezahlen – Grund genug, seine Daten zumindest an der Kasse vor Dritte zu schützen.

NFC: Die Technik

Man unterscheidet beim NFC-“Standard” zwei Modi: Zum einen gibt es den passiven Modus, zum anderen den aktiven. Im passiven Modus wird eine Smartcard emuliert. Ist das Gerät ausgeschaltet, werden dennoch Daten gesendet. Zudem zieht NFC die Energie aus dem RF-Feld der aktiven Komponente. So ist es zum Beispiel möglich, weitere Anwendung im Handy zu realisieren. Die Identifikation und Abwicklung von Finanzgeschäften sind etwa zwei weitere. Hierzu gehören auch der Fahrscheinkauf und das Bezahlen mit dem Handy.

Der aktive Modus lässt das Gerät als Lesegerät agieren. Dabei kann auch der Peer-to-Peer-Modus zum Datenaustausch zur Hilfe gezogen werden. Die Kommunikation erfolgt also unmittelbar untereinander und benötigt keinen Vermittler. Nutzt man NFC aktiv, ist eine eigene Energiequelle zwingend (eigener Akku).

In der Praxis sieht das etwa so aus: Schnappt euch ein Handy/Smartphone, egal. Es muss allerdings über einen NFC-Chip verfügen. Mir sind bisher nur das Google Nexus, Nexus S, Huawei Sonic U8650 NFC sowie das Liquid Express von Acer bekannt, die ein drahtloses Payment erlauben. Ist jetzt noch eine App installiert, die Mobile Payment unterstützt, steht dem digitalen Bezahlvorgang nichts mehr im Weg.

NFC und die Sicherheit

Eine hundertprozentige Sicherheit kann es natürlich nicht geben. Auch wenn die Hersteller eine solche immer gerne garantiert. Doch wer bereits auf Homebanking setzt, kann es ruhig mal ausprobieren. Denn beim Bezahlen via NFC gelten die gleichen Sicherheitsmaßnahmen wie bei herkömmlichen Kartenzahlungen. Und wenn NFC beim Mobiltelefon zum Bezahlen genutzt wird, greifen sogar zusätzlich noch weitere Sicherheitsmechanismen. Als Beispiel ist hier das Verfahren MasterCard PayPass genannt. Dabei wird auf dem PayPass-Chip nicht der Name des Kartenhalters gespeichert. Ebenfalls dient ein lautes Signal (Piepton) für die nötige Sicherheit. Es stellt sicher, dass sowohl Chip und Terminal die gleiche Transaktion bearbeiten.

Sollte NFC allerdings zum weltweiten Standard werden, sind neue Sicherheitsmechanismen nötig. Was passiert beispielsweise beim Verlust des Smartphones? Ähnliche Verfahren müssen integriert werden, die bereits bei Bankkarten (Kredit- oder EC-Karte) zum Standard gehören. In Sachen OS muss ebenfalls einiges geschehen. So werden Hacker versuchen, über das jeweilige Betriebssystem auf den NFC-Chip zuzugreifen.

NFC und die Zukunft:

Bereits 2013 sollen nach Angaben des Magazins “Android” 20 Prozent aller Smartphones weltweit bis zu 75 Milliarden Dollar an zusätzlichen Umsätzen via NFC generieren. Der Suchmaschinen-Primus Google geht sogar davon aus, dass die Hälfte aller Smartphones diese Technologie nutzen wird – und das bereits 2014. Nur ein Jahr später sollen satte 670 Milliarden US-Dollar per NFC umgesetzt werden. In diesem Sinne, lasst uns einfach ein wenig näher zusammenrücken.

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