Neue Hinweise auf Mini-iPad: zwei Chipsätze im Umlauf

Lange Zeit galt der neue schnellere A6-Chipsatz mit vier Prozessorkernen als gesetzt für das geplante iPad 3. Doch dann machten Bilder eines ominösen A5X-Chips die Runde. Nun zeichnet sich ab: Der Zwischen-Chipsatz dürfte im vermuteten “iPad mini” Verwendung finden.Denn klar ist, dass der A5X-Chipsatz kommen wird. Wie 9to5Mac berichtet, enthalten die Beta-Versionen von Apples mobilem Betriebssystem iOS an mehreren Stelllen Hinweise auf den A5X. In dem chinesischen Forum WeiPhone sind vor einigen Tagen erste Bilder des bislang unbekannten Chipsatzes aufgetaucht.

Jetzt wird es etwas technisch: Spinnt man Apples Prozessorschema weiter, finden sich nach dem S5L8930X als A4 und S5L8940X als A5 den Hinweisen zufolge Belege für einen S5L8945X als A5X und einen A6 mit der Versionsnummer S5L8950X.

Was hat dieses Techie-Latein zu bedeuten? Angenommen, das iPad 3 kommt mit einem Retina-Display, bräuchte es die Rechenpower eines A6 mit vier Prozessorkernen. Die vierfache Pixelanzahl im Vergleich zum iPad 2 muss schließlich mit ausreichend Daten versorgt werden. Im Vorfeld tauchten bereits mehrfach Bilder auf, die die Existenz eines Retina-Displays belegen.

Der A5X-Zwischenchip hingegen würde perfekt in ein Mini-iPad mit acht Zoll Größe passen, das über dieselbe Auflösung verfügen soll wie das aktuelle iPad 2. Das Wall Street Journal will bereits von mehreren Stellen erfahren haben, dass Apple und Zulieferer ein solches Mini-Tablet testen.

Der Bericht stützt Aussagen von Analysten, die ein kleineres Apple-Tablet als wichtigen Konter auf den Erfolg von Amazons Kindle Fire vermuten. Das Wirtschaftsblatt beruft sich dabei auf Aussagen von Apple-Zulieferern. Demnach hätte Apple ihnen Screen-Designs gezeigt.

Die Vorteile lägen auf der Hand: keine mühsamen Anpassungen für Entwickler an neue Design-Spezifikationen, kein App-Chaos. Die Techbranche hat sich mittlerweile darauf eingeschossen, dass Apple das iPad 3 und ein kleineres iPad Anfang März vorstellen könnte.