Mehr Funktionen hat keine: Mr. Reader ist Mr. Perfect

Den RSS-Reader Mr. Reader (2,99 Euro, App Store Link) gibt es seit eineinhalb Jahren im App Store. Und ist schon ein Klassiker. Weil der Berliner Entwickler Oliver Fürniß viel Arbeit in die Funktionalitäten der App gesteckt hat. Der Aufwand hat sich gelohnt.

Die Zahl der erwähnenswerten RSS-Reader-Neuerscheinungen im  App-Store hat in den vergangenen Monaten stark abgenommen. Der Markt scheint gesättigt, vielleicht fällt auch den Entwicklern wenig Neues ein. Das ist schade. Denn gerade für das iPhone wäre Fortschritt wünschenswert.

Wer mit Google Reader den populärsten RSS-Anbieter verwendet, und eine flüssige Anwendung für das iPhone sucht, kommt nicht weit. Zumindest dann nicht, wenn die RSS-Sammlung im Google Reader umfangreich ist.

Denn alle Apps funktionieren nach dem Prinzip, dass zum Lesen in der App der gesamte Google-Reader-Account synchronisiert wird. Das dauert lange, und lässt Apps vor allem auf älteren iPhone-Modellen häufig abstürzen.

Konsequenz: Auf dem iPhone verwenden wir gar keine RSS-Reader-App, sondern nutzen die mobile Google-Reader-Darstellung in Safari (siehe Screenshot). Die ist schnell und übersichtlich. Einziger größerer Nachteil: Beim Navigieren, etwa von einem Feed zurück in den Ordner, springt die Seite immer wieder an den Anfang. Ein Feed-für-Feed-Lesen wird so erschwert.

 

Auf dem iPad fallen die Wartezeiten der Synchronisation weniger ins Gewicht. Meist nimmt man sich zum Lesen auf dem iPad mehr Zeit. Außerdem taugt die Mobilansicht des Google-Readers auf dem großen iPad-Display nicht und die Desktop-Browser-Ansicht des Google-Readers funktioniert im iOS-Safari erst gar nicht.

Wer RSS mit einem Google-Reader-Account verwendet, der braucht auf dem  iPad also eine App. Wir haben schon einige besprochen (ReadableRiver of NewsMobileRSS HDReederThe Feed).

Ein “Klassiker” fehlte uns bisher: Mr. Reader (2,99 Euro, Link zum App Store) startet im April 2011 in den App Store und hat sich zu einer der umfangreichsten RSS-Reader im App Store gemausert.

Zwölf Updates wurden seit dem Start eingespielt, das letzte mit Version 1.10.2 am 10. Oktober 2012.

Die Liste der Features ist lang. Uns ist, um ehrlich zu sein, keine einzige Funktion eingefallen, die wir vermissen.

Hier eine  Auflistung wichtiger Funktionen:

  • Mehrere Google Reader Konten mit separaten Einstellungen
  • Artikel als gelesen markieren
  • Während des Scrollens automatisch als gelesen markieren
  • Suchen und abonnieren von neuen Feeds
  • Ordner-Verwaltung (erstellen, umbenennen, löschen)
  • Feed-Verwaltung (umbenennen, löschen, Ordner zuordnen)
  • Tag-Verwaltung (erstellen, umbenennen, löschen, Artikeln Tags zuweisen)
  • Umsortieren von Ordnern, Feeds und Tags
  • Umschaltmöglichkeit, so dass nur Ordner und Abonnements mit ungelesenen Artikeln angezeigt werden
  • Chronologische Anzeige der Artikel bzw. gruppiert nach Abonnements
  • Suche nach Artikeln, sowie die Möglichkeit Suchanfragen zu speichern
  • Ältere Artikel können nach Bedarf nachgeladen werden
  • Lesen von Artikeln; einfacher Wechsel zwischen den RSS, Web, Instapaper Mobilizer, Readability Mobilizer, Pocket Mobilizer Ansichten
  • Anpassbare Artikeltabelle: Größe der Vorschaubilder, Vorschaubilder links/rechts, Zeilenhöhe, Schriftgröße, mehrzeilige Titel
  • Thumbpad als zusätzliche Navigationsmöglichkeit und zum schließen der Artikelansicht
  • Caching der Bilder zum Offline lesen (bezieht sich derzeit nur auf die RSS Ansicht)
  • 4 Themes werden mitgeliefert; weitere Themes können von der Webseite aus installiert werden

Was uns ebenfalls überzeugt: Obwohl Mr. Reader (2,99 Euro, App Store Link) umfangreich ist, findet man sich schnell zurecht. Gute Erklärungen in den Einstellungen und intuitive Navigation könnte Mr. Reader zu unserer Lieblings-iPad-RSS-Reader-App machen.

Könnte. Sie landet aber auf Platz zwei. Unser Favorit bleibt River of News (2,39 Euro, App Store Link). Der Grund: River of News ist die einzige uns bekannt Google-Reader-App, die bei der Synchronisation mit dem Google-Reader-Account nicht alle Feeds abruft, sondern nur einzelne Informationen, etwa die Zahl der neuen Feeds in einem Ordner. Erst beim Öffnen des Ordners werden die entsprechenden Feeds nachgeladen. Offline-Lesen ist so nicht möglich, wer meist online ist, der will den einmal erlebten schnellen Zugriff auf die RSS-Inhalte nicht mehr missen.

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