Modern Combat 2 – Black Pegasus: Android-Egoshooter im Test

Auf PC und Konsole sind Egoshooter eine feste Größe. Auf Smartphones dominieren dagegen bisher sogenannte Casual Games. Doch bei “Modern Combat 2 – Black Pegasus” fliegen viele Kugeln durch die Luft und Explosionen erschüttern die Umgebung. Für eine Smartphone-Spiel fällt die Grafik detailiert aus, bei der Steuerung über den Touchscreen ließe sich aber noch einiges verbessern.

Fortsetzungsgeschichte, die auch ohne ersten Teil funktioniert

Der zweite Teil des Smartphone-Egoshooters Modern Combat beginnt für den Spieler in Gefangenschaft. Aber schnell kann er sich befreien und gelangt an Waffen. Anschließend schlägt und schießt über eine Bohrinsel und insgesamt zwölf Schlachtfelder im Nahen Osten, Osteuropa und Südamerika. Hierbei stehen ihm 15 unterschiedliche Waffen, vom Messer und Blendgranaten über eine Baretta mit Schalldämpfer und eine Desert Eagle bis zu Maschinen- und Scharfschützengewehren, zur Verfügung.

Gelungene, stimmungsvolle Grafik

Für ein Smartphone-Spiel verfügt Modern Combat 2 über eine sehr detaillierte Grafik. Auf den vier Zoll großen Bildschirm des Samsung Galaxy S mit seiner Auflösung von 480 x 800 Pixeln sind selbst kleine Gegenstände in der Umgebung gut zu erkennen. Die Waffen unterscheiden sich deutlich voneinander und auch in der Ferne sind Gegner gut zu erspähen. Musik und Sound sorgen zusammen mit der Grafik für eine stimmige Atmosphere.

Steuerung noch nicht optimal gelöst

Die Steuerung erweist sich allerdings als gewöhnungsbedürftig und ungenauer als mit Gamepad oder Maus und Tastatur. Der Spieler bewegt den Charakter mit einer Schaltfläche am linken, unteren Rand nach vorne und hinten sowie zu den Seiten. Den Blickwinkel verändert er durch wischen über den Bildschirm.

Soweit, so übersichtlich – Aber es kommen noch mehrere Schaltflächen ins Spiel, wobei vor allem die Fläche zum Feuern nicht überzeugt, den sie befindet sich auf der rechten Seite und mit dieser Hand will der Nutzer das Ziel anvisieren. Gleichzeitig drücken gestaltet sich schwer. Alternativ kann er auch aufhören seine Figur zu bewegen, aber das kann in diesem Spiel tödlich sein.

Mit der Zeit gewöhnt man sich halbwegs an die komplexe Steuerung. Zum Glück zielen die Gegner in der leichtesten Spielvariante nicht besonders genau und die Zielhilfe nimmt sie automatisch ins Visier.

Gefechte mit mehreren Spielern

Neben den Missionen des Einzelspieler-Modus kann der Spieler sein Smartphone mit anderen Nutzern in der Nähe verbinden. Bis zu zehn Spieler betreten gemeinsam über das Internet oder ein lokales Netzwerk das Schlachtfeld. Zur Auswahl stehen folgende Spielmodi: Deathmatch, Team-Deathmatch, Bombe entschärfen und Capture-the-Flag.

Fazit: Komplexe Steuerung für gelungenen Smartphone-Shooter

Im ersten Moment schreckt die Steuerung bei Modern Combat 2 – Black Pegasus ab. Doch der Spieler gewöhnt sich an sie, wird aber nie eine so genaue Kontrolle wie mit Gamepad oder Maus und Tastatur erlangen. Die Story ist nicht besonders einfallsreich, genügt für ein Actionspiel aber allemal. Die musikalische Untermalung sowie die Grafik lassen den Spieler schnell in das Spiel eintauchen. Die zusätzlichen Mehrspiele-Modi erweitern den Spielspaß.

Schusswaffeneinsatz Tote und Gewalt: Modern Combat 2 – Black Pegasus ist kein Spiel für Kindern, sondern für Erwachsene. Gameloft verkauft es über die eigene Homepage für drei Euro und verlangt im Android Market derzeit 4,84 Euro.

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