Mehr Social Media plus Google Reader-Anbindung: Flipboard mit umfangreichem Update

FlipboardSynchronisation mit Google Reader, Durchsuchen von Flickr, Blättern von Facebook-Fanseiten: Die Aggregations-App Flipboard (kostenlos, iTunes-Link) hat ein Update erhalten – und macht es den Lesern immer leichter, bei einer einzigen Anwendung zu bleiben.

Wenige Apps haben mehr mediale Aufmerksamkeit erhalten als Flipboard. So sehe die Zukunft des Medienkonsums aus; der User lasse sich nicht mehr vorschreiben, welche Inhalte ihn zu interessieren habe; mit Flipboard könne er sich seine Zeitung selbst zusammen stellen. – So und ähnlich war zu lesen, als die Anwendung im Juli diesen Jahres im App Store erschien.

Flipboard - Version 1.1

In der Tat ist Flipboard der schönste Aggregationsdienst für Informationen, den wir kennen. Aber es ist eben ein Aggregationsdienst. Und diese leiden alle unter dem selben Problem: Da die unterschiedlichen einfließenden Inhalte nicht alle dem gleichen Standard folgen (wie das etwa bei RSS-Feeds der Fall ist), ist die Nutzung der Inhalte in einem Aggreationdienst meist mit Beschränkungen verbunden.

Mit Flipboard lassen sich RSS-Feeds durchstöbern, Flickr-Bilder betrachten, Facebook- und Twitter-Feeds lesen. Aber die Nutzungsmöglichkeiten beim originären Anbieter sind jeweils vielfältiger.

Ein Beispiel: Wer sich in Flipboard Flickr-Inhalte ansieht, bekommt nur Bilder zu sehen, Videos lassen sich nicht abspielen.

Der User muss sich also entscheiden: Weniger Möglichkeiten, dafür alle Inhalte in einer App oder den kompletten Funktionsumfang, dafür aber zwischen Apps und Webseiten wechseln müssen.

Wir haben die App des Jahres 2010 des US-App Stores bisher nur unregelmäßig genutzt.

Seit heute gibt es Flipboard in Version 1.1. (kostenlos, iTunes-Link), und ein erster Blick zeigt: Flipboard ist interaktiver geworden. Die Verbindungen zu Facebook und Twitter sind nun vielfältiger.

Die neuen Funktionen im Einzelnen

  • Synchronisation mit Google Reader
  • Durchsuchen von Flickr, einschließlich Fotostream, Favoriten, Gruppen, Fotos der Kontakte und interessante Fotos des Tages
  • überarbeitetes Design
  • Blättern durch Facebook-Gruppen, Fan-Seiten und Fotos aus dem Feed
  • Durchsuchen von Twitter-Tweets, Twitter-Favoriten, erwähnt @ und Listen
  • Veröffentlichung von Fotos, Pinnwandeinträge und Flipboard Pages über Twitter, Facebook und Google Reader

Was uns bei Flipboard gefällt: Das automatische Laden von Links. Wer sich bei Flipboard durch Facebook- und Twitter-Einträge blättert, bekommt dort verlinkten Inhalt gleich mit angezeigt.

Facebook-Post in Flipboard


Auch die Kommentare auf einen Facbook-Post werden in Flipboard wiedergegeben, und es gibt außerdem die Möglichkeit, von Flipboard aus zu kommentieren.

Facebook-Kommentare in Flipboard

Fazit

Uns gefällt Flipboard zunehmend besser.  Auch die neue Integration von Google Reader ist gelungen. Es lassen sich einzelne Feeds genauso aufrufen wie die Inhalte ganzer Ordner. Und was bereits gelesen wurde, wird mit ausgegrautem Titel angezeigt.

Flipboard hat mit dem heutigen Update einen klaren Sprung nach vorne gemacht. Immer mehr Funktionen, die es in bisher nur in den origniären Anwendungen gibt, werden in die Anwendung integriert.

Die Folge: Es gibt immer weniger Gründe, die Flipboard-App zu verlassen. Flipboard wird dadurch zumehmend zur idealen Lese-Anwendung für das gemütliche Surfen daheim auf dem Sofa.

Wenn es aber schnell gehen soll, man etwa zügig durch seine neuesten RSS-Feeds scrollen will, werden spezielle Apps und der Browser aber weiter erste Wahl bleiben.