m-magazin hilft: Was tun, wenn der Mac vom DNS Changer befallen ist?

Seit Tagen sorgt der Trojaner “DNS Changer” für Aufsehen in der Netzwelt. Zurecht: Denn die Schadsoftware lotst Euch ungewollt auf fremde Webseiten. m-magazin erklärt, wie Ihr den Trojaner ausfindig macht und wie er wieder von Eurem System verschwindet.

Der Trojaner ist seit mehr als zwei Jahren im Netz aktiv und bescherte einer estnischen Hackerbande etliche Millionen Euro Einnahmen, bevor sie dann im vergangenen Jahr nach langen Ermittlungen des FBI festgenommen worden war. Während die meisten Viren nur auf Windows-Rechnern aktiv sind, konnte sich der sogenannte “DNS Changer” auch auf Macs breitmachen.

Einmal aktiv tauscht die Schadsoftware unerkannt den DNS-Server Ihres Providers durch einen Wunsch-DNS-Server der Hacker aus. Die Folge: Der DNS-Server kann nicht mehr wie gewohnt Urls, die Sie in die Browserzeile eintragen, in korrekte IP-Adressen übersetzen. Der Hacker-DNS-Server kann Sie dann auf Porno-Webseiten oder andere Abzocker-Domains lotsen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat zum Selbsttest die Webseite www.dns-ok.de eingerichtet. Auf dieser erfahren Sie sofort, ob Ihr Rechner infiziert wurde. Ist das der Fall, stehen mehrere Programm zur Entfernung der Schadsoftware zur Auswahl. Das DNS Changer Removal Tool ist beispielsweise umsonst.

Nur die Entfernung des Virus reicht jedoch nicht aus. Sie müssen zusätzlich noch die DNS-Einstellungen in Ihren Netzwerkverbindungen überprüfen. Diese finden Sie unter Systemeinstellungen > Netzwerk > AirPort bzw. Ethernet. Für beide “Anschlüsse” sollten Sie über “Weitere Optionen” unter dem Registerreiter “DNS” checken, ob es sich bei dem Eintrag um den DNS-Server Ihres Providers handelt.

Ändern Sie diesen Eintrag nach einem Trojanerbefall nicht, können Sie ab dem 8. März keine Webseite mehr Aufrufen. Denn dann schaltet das FBI die alten Server der Hacker ab.

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