Flashback und Co.: So halten Sie den Mac frei von Viren

Mac OS X galt lange als sicher vor Viren und anderer Schadsoftware. Doch mit der zunehmenden Verbreitung von Apple-Produkte rückten auch iMacs und MacBooks ins Visier krimineller Programmierer. Diese Tatsache haben auch die Hersteller von Antiviren-Software erkannt und bieten ihre Programme inzwischen auch für den Mac an – ein Überblick.

Derzeit sorgt der Flashback-Trojaner für Aufsehen. Er soll mehrere hunderttausend Macs infiziert haben. Doch erste Meldungen, dass die Zahl der betroffenen Rechner zurückging, scheinen den Angaben anderer Sicherheitsexperten zufolge falsch gewesen zu sein.

Eugene Kaspersky vom gleichnamigen Anbieter von Sicherheitssoftware begrüßte Apple in einem Interview auch gleich in der Welt von Microsoft. Er zog ein vernichtendes Fazit über den Mac-Hersteller, denn der liege in Sicherheitsfragen “zehn Jahre hinter Microsoft” zurück. Zudem sieht er seine Vorhersagen bestätigt, dass es immer möglich gewesen sei, Malware für Mac OS X zu schreiben und die Realisierung nur von den Marktanteilen und Gewinnaussichten abhänge.

Kaspersky Anti-Virus 2011 für Mac – 39 Euro

Folgerichtig gehörte Kaspersky auch zu den ersten großen Anbietern von Sicherheitssoftware für Mac OS X. Knapp 40 Euro kostet die Jahreslizenz für Kaspersky Anti-Virus für Mac. Die Anwendung erkennt nicht nur schädliche Dateien auf dem Rechner, sondern untersucht auch Webseiten auf versteckte Malware und warnt vor Phishing-Versuchen.

Sophos Anti-Virus für Mac Home Edition – kostenlos

Das kostenlose Sophos Anti-Virus für Mac ist in der achten Auflage erhältlich. Neben bekannten Viren, Trojanern und Würmern soll das Programm auch bisher unbekannte Bedrohungen erkennen, in Quarantäne verschieben und sie vom Rechner entfernen.

Avira Free Mac Security – kostenlos

Ebenfalls kostenlos bietet Avira seine Mac Security-Anwendung an. Das Programm durchsucht nicht nur die gespeicherten Dateien, sondern liegt ständig auf der Lauer, um neue Bedrohungen zu erkennen. Updates und Viren-Definitionen lädt die Software automatisch herunter. Der Nutzer kann in einem Planer festlegen, wann die Anwendung den Mac überprüft.

Bitdefender Antivirus for Mac – 29,95 Euro

In der günstigsten Variante kostet Antivirus for Mac von Bitdefender 29,95 Euro pro Jahr. Dafür verfügt die Software über eine Blacklist mit Webseiten, die persönliche Daten klauen, und blockiert diese.

ClamXav 2 – kostenlos

ClamXav 2 basiert auf der Open-Source Antiviren-Engine ClamAV. Wie die übrigen Sicherheitsprogramme beschränkt sich die Anwendung darauf, Viren auf dem Mac sowohl automatisch als auch auf Hinweise der Nutzer zu erkennen. Das Sicherheitsprogramm läuft unter Mac OS X 10.5, 10.6, und 10.7 Lion.

F-Secure Anti-Virus für Mac – 19,95 Euro

Anti-Virus für Mac von F-Secure soll nicht nur vor Viren und anderen Schädlingen schützen, sondern auch neugierige Spyware erkennen und ausschalten. Gelungen: Mit einer Panik-Taste lässt sich im Notfall der gesamte Datenverkehr zum Mac blockieren. Die Lizenz für zwölf Monate kostet 19,95 Euro.

Norton AntiVirus 12 für Mac – 49,99 Euro

Symantec bietet mit Norton AntiVirus 12 für Mac den teuersten Virenschutz für den Mac an. Für ein Jahr Nutzung werden 49,99 Euro fällig. Wie alle anderen Programm erhält auch diese Anwendung tägliche Updates. Sie überwacht nicht nur die Dateien auf der Festplatte, sondern nimmt auch die Anhänge von E-Mails, iCloud- und Instant-Messenger-Nachrichten unter die Lupe und soll Spyware erkennen.

Vorsicht ist geboten

Alle genannten Sicherheitslösungen schützen vor Viren, Trojanern und anderen schädlichen Programmen. Es handelt sich allerdings nicht um komplette Security-Lösungen, wie sie für Windows-PCs angeboten werden.

Wer seinen Mac sauber und sicher halten will, der sollte sich weder auf sein Glück noch auf eine Software alleine verlassen. Wer folgende Grundregeln beachtet reduziert die Gefahren für seinen Rechner gewaltig.

  • Software aktuell halten: Viele Schädlinge nutzen Sicherheitslücken in Browsern oder anderen Programme. Wer seine Anwendungen aktuell hält, bietet weniger Angriffsfläche.
  • Nicht auf jeden Link klicken: Bei E-Mails von Unbekannten gilt: Was zu gut klingt um wahr zu sein, ist zu 99 Prozent auch nicht wahr. Also weder auf die Mail antworten, noch den Anhang öffnen oder auf den Link klicken. Die Gefahr sich Malware einzuhandeln, ist viel zu groß.
  • Augen auf beim Surfen: Egal ob man auf großen und bekannten Webseiten oder auf kleinen Blogs oder in Foren unterwegs ist – nicht Programme aus unbekannten Quellen herunterladen.