LTE, Liquidmetal und Co.: Alle iPhone-5-Gerüchte im Fakten-Check


Derzeit ist das iPhone 5, sowohl was das Design angeht, als auch was die technischen Features betrifft, vor allem eines: Ein gut behütetes Geheimnis aus Cupertino. Um der Wahrheit zumindest ein Stück näher zu kommen, fassen wir alle Gerüchte zusammen und sagen Ihnen, welche davon wahrscheinlich sind – und welche nicht.

Am 11. Juni ist es endlich soweit: Dann beginnt die WWDC und Apple wird wohl auch die neue iPhone-Generation vorstellen, es sei denn man entscheidet sich auch dieses Jahr für einen späteren Präsentationstermin. Und wie wird das neue Apple-Handy aussehen? Steckt es tatsächlich in einer Liquidmetal-Hülle? Welche Komponenten wird Foxconn verbauen? Wir geben Ihnen eine Einschätzung zu den derzeit kursierenden Gerüchten.

LTE – der schnelle Mobilfunkstandard

Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das iPhone 5, wie auch bereits das neue iPad , mit einem LTE-Chip ausgestattet sein wird. Offen bleibt hingegen, ob der Chip dann auch die 4G-Netze in Deutschland unterstützt.

Mehr Leistung, größerer Arbeitsspeicher

Wie das US-Blog 9to5mac.com unter Berufung auf nicht genannte Quellen berichtete, schickte Apple einen Prototyp des iPhone 5 mit 1-Gigabyte-RAM in den Testbetrieb. Beim Prozessor soll es sich eine neue Variante des A5X-Prozessors handeln, der 1 GByte RAM mitbringt. Dabei soll es sich um einen Prototyp gehandelt haben, der in der Hülle eines iPhone 4(S) steckt, um zu verhindern, dass Fotos mit dem geänderten Design an die Öffentlichkeit gelangen. Welcher Prozessor und welche Leistung tatsächlich im neuen iPhone stecken, bleibt selbstverständlich Apples Geheimnis. Dass sich die Leistung und die Arbeitsgeschwindigkeit im Vergleich zum Vorgänger verbessern, ist allerdings so gut wie sicher.

Das 4-Zoll-Display und der Formfaktor

Nachdem der Sprung vom iPhone 4 auf das iPhone 4S sowohl technisch als auch optisch recht klein ausfiel, hoffen Apple-Fans und Analysten beim kommenden Generationenwechsel auf größere Veränderungen. Sehr wahrscheinlich ist hier unter anderem ein 4-Zoll-Display, nicht nur um mit der wachsenden Konkurrenz mithalten zu können, sondern auch um dem Nutzer ein besseres Surf- und Video-Erlebnis zu bieten. Aktuell berichet zudem das “Wall Street Journal” unter Berufung auf  Zulieferer, dass das Display des iPhone 5 mindestens 4 Zoll in der Diagonale messen wird. Ob es sich dabei um ein Retina-Display handelt oder welche Auflösung das Panel unterstützt, darüber schweigt sich der Bericht hingegen aus. Auch das US-Blog iLounge.com geht davon aus, dass das Display des neuen iPhones auf jeden Fall größer sein wird als bei den Vorgängern und das Gehäuse schmaler und länger ausfallen würde. Allerdings würde Apple demnach dem Formfaktor des iPhone 4S treu bleiben – iLounge zeigt dazu entsprechende Grafiken:

Die Liquidmetal-Hülle

Erinnern Sie sich noch daran, dass Apple diese ungewöhnliche Firma gekauft hat, die in allerbester “Terminator”-Manier flüssiges Metall, genannt “LiquidMetal”, produziert? Und was ist daraus geworden? Nicht viel. Bislang nutzt Cupertino die Technologie der gleichnamigen Firma LiquidMetal nur, um diesen kleinen Pin zu produzieren, mit dem Sie die SIM-Karte aus ihrem Schacht holen. Möglich ist, dass Apple die Technologie auch für künftige Geräte-Generationen nutzen will, denn das Material ist offenbar äußerst robust und deutlich weniger stoßanfällig als das Gorilla-Glas, das derzeit beim iPhone 4S zum Einsatz kommt. Zudem berichtete ETNews unter Berufung aus Quellen in der Industrie, dass Apple und Samsung künftig weniger über die Technik im Innern kämpfen, sondern um das bessere Material. Über ein verändertes Äußeres will man sich noch stärker voneinander abheben. Ein Ausblick gefällig? Dann empfehlen wir diese äußerst gelungene Dsignstudie.

Unibody-Gehäuse aus Aluminium?

Glaubt man den Informationen der südkoreanischen Zeitung Maeil, so setzt Apple beim nächsten iPhone auf ein grundlegendes Design-Update. Neben einem veränderten Formfaktor würde Apple demnach auf ein Unibdoy-Gehäuse aus Aluminium setzen. So soll neben dem Unibody-Gehäuse aber auch ein vier Zoll großes Display zum Einsatz kommen. Außerdem soll das Gerät noch schlanker werden. Damit würde das nächste iPhone einem Entwurf der italienischen ADR-Studios sehr nahe kommen. Doch auch wenn sich das Unibody-Gehäuse schick machen würde, so handelt es sich bei dieser Spekulation doch eher um eine Deisgn-Studie als um eine realistische Prognose für das iPhone 5.

Kleinerer Dock-Connector?

Andere Gerüchte wiederum besagen, dass Apple sich in Puncto Design für das iPhone 5 noch nicht festgelegt hätte, sondern lediglich ein kleinerer Dock-Connector als gesichert gilt. Damit würde der Konzern aus Cupertino jedoch die versammelte Zubehörbranche vor den Kopf stoßen, insofern stufen wir dieses Gerücht als recht unwahrscheinlich ein.

Präsentationstermin: Juni oder Oktober?

Apple wird seine diesjährige Entwicklerkonferenz WWDC am 11. Juni einläuten. Der erste Tag dieser Konferenz war traditionell auch immer der Präsentationstermin für ein neues iPhone. Einzige Ausnahme: Das iPhone 4S im vergangenen Jahr, hier hatte Apple den Termin auf Herbst verschoben. Die aktuellen Spekulationen bevorzugen für das iPhone 5 überwiegend ebenfalls den Oktober, auch wenn hier noch kein Termin feststeht.