Kuriose Microsoft-Studie: Leiden wir bald am iPad-Nacken?

“Wenn wir es schon nicht im Handel gegen die Konkurrenz von Apple schaffen, dann versuchen wir es eben über die Arzt-Praxis”, wird sich Microsoft wohl gedacht haben. Die Redmonder haben Wissenschaftler der Harvard School of Public Health in Boston mit einer Studie zu Haltungsschäden beauftragt. Das Ergebnis: Bald leiden wir alle am iPad-Nacken!

Ausgerechnet Microsoft, die den Tablet-Trend vollkommen verschlafen haben, beauftragten Akademiker mit einer Studie zu Haltungsschäden bei Tablet-Nutzern. Jack Dennerlein von der Harvard School of Public Health in Boston moniert die starke Beugung im Halsbereich, die die Benutzer einnehmen, wenn sie Tablets auf dem Oberschenkel positionieren.

Zu den “Versuchsobjekten” zählten das iPad 2 und das Xoom von Motorola. Hier sei die sogenannte Flexion um bis zu 25 Grad höher. Die von den Herstellern angebotenen Tablet Cases seien keine Hilfe. Skandal: Apples Smart Cover schnitt sogar noch schlechter ab als das Motorola-Case.

Die Ärzte monieren nicht nur, sie geben auch Tipps, wie Sie einem iPad-Nacken vorbeugen können. So sei es laut Dennerlein günstiger, das Gerät nicht einfach auf den Oberschenkeln abzulegen. Besser: Stützen Sie nur die Unterkante des Gerätes auf und verändern Sie mit einer Hand den Betrachtungswinkel. Wem das zu viel ist, der nutzt einfach die sogenannten “Movie”-Position des Smart Covers oder ähnlicher Hüllen, bei der das Gerät fast aufrecht steht. Das, so Dennerlein, würde allerdings die Bedienung des Tablets erschweren.

Leiden wir also bald alle am iPad- oder Tablet-Nacken? Wohl kaum. Denn Tablets lassen bei der Bedienung und Betrachtung viel Spielraum. Viel mehr als beispielsweise ein Notebook. Positioniert ein User dieses auf seinem Oberschenkel, überbeugt er seinen Nacken genauso stark. Tablets lassen sich bei Ermüdungserscheinungen oder Schmerzen im Nacken rasch anders positionieren.

(via Deutsches Ärzteblatt)

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