KNÄPPA: Ikea baut die billigste Digitalkamera der Welt

Die Schweden können nicht nur Möbel: Einrichtungsriese Ikea hat seine Idee von einer Digitalkamera vorgestellt. Herausgekommen ist KNÄPPA, ein rudimentäres Stück Technik in einem Stück Umzugskarton, befeuert von zwei AAA-Batterien. Voilà, die erste Wegwerf-Digitalkamera der Welt ist da.

In bester Ikea-Manier müssen Sie das Gerät vor der Benutzung zusammenbauen. Gehalten wird die Pappkonstruktion von zwei Schrauben, Energie liefern zwei Batterien. Um die Kamera einzuschalten, müssen Sie den Power-Button zwei Sekunden gedrückt halten. Wenn die LED grün leuchtet, ist der Einschalter/Auslöser fest einzudrücken, bis die LED grün zu blinken beginnt. Wenn Sie ein Bild geschossen haben, blinkt das Lämpchen etwa acht Sekunden lang grün, während die Bilddaten verarbeitet werden. Solange kann die Kamera keine weitere Aufnahme machen…

Die Karton-Knipse lässt sich via USB an den Rechner anschließen. Um Bilder zu löschen, müssen Sie mit einer Büroklammer die Löschtaste auf der Vorderseite rund fünf Sekunden eindrücken. Sie merken schon: KNÄPPA ist Handarbeit und hat wenig mit einer ausgereiften Digitalkamera zu tun. Hier steht der Spaßfaktor im Vordergrund.

Noch steht der Preis für KNÄPPA nicht fest. Allerdings dürfte das teuerste Bauteil der interne Speicher sein. Mehr als acht Euro dürfte die Knipse, die Ikea bereits als die billigste Digitalkamera der Welt anpreist, nicht kosten. Ein Launchtermin steht noch nicht fest. Die Tatsache, dass bereits eine Bedienungsanleitung in deutscher Sprache existiert, deutet allerdings auf ein baldiges Erscheinen hin.

Dass es ein Erfolg wird, ist programmiert. Nach dem Einkauf kurz noch zum Hot-Dog-Stand, ein paar Kekse in den Einkaufswagen geladen und kurzerhand ein KNÄPPA für die anstehende Grillparty eingepackt. Denn ein Hingucker ist die aufgemotzte Lochkamera allemal.