Keine Konkurrenz für Macbook Pro: Vorerst keine Retina-iMacs?

Es ist der logische nächste Schritt, aber er wird noch auf sich warten lassen: Laut mehreren Medienberichten dürfte sich ein Launch von iMacs mit Retina-Display noch verzögern. Apple launcht erst kürzlich das neue Macbook Pro mit hoher Pixeldichte. Ein iMac mit vergleichbaren Qualitäten wär zu viel hausinterne Konkurrenz. Das ist aber nicht der einzige Grund.

So dürfte Apple zwar in diesem Jahr eine verbesserte iMac-Modellreihe auf den Markt bringen, allerdings ohne große Neuerungen. Die Implementierung der neuen Ivy-Bridge-Prozessoren gilt als sicher. Doch allzu große Sprünge dürften Fans kaum erwarten in 2012. Denn man kann davon ausgehen, dass Apple erst einmal sein Macbook pro mit Retina-Display vermarkten will.

Die hohe Auflösung ist das wichtigste Verkaufsargument für Kreative, die sich von der enormen Pixeldichte bessere Ergebnisse versprechen können. Würde der Konzern aus Cupertino nur wenige Monate nach dem Markstart des MBP ein vergleichbares Desktop-Produkt lancieren, würde sich das negativ auf die Abverkäufe auswirken.

Preis für hochauflösende Displays muss fallen

Laut einem Bericht von AppleInsider plant Apple deswegen eine überarbeitete iMac-Reihe für den Herbst, große Updates dürfte laut CEO Tim Cook aber erst 2013 folgen. Ein weiterer Grund für das spätere Update dürfte auch schlicht die Wirtschaftlichkeit der Technologie sein. Während das MBP mit 15 Zoll auskommt, reden wir beim iMac von Displaygrößen bis zu 27 Zoll, fast das Doppelte.

Derzeit kostet ein iMac mit 27 Zoll und 3,1 GHz Quad-Core Intel Core i5 Prozessor knapp 1900 Euro, ist also ganze 1000 Euro günstiger als das MBP mit Retina Display und 2,6 GHz Quad-Core Intel Core i7. Mit Retina-Display dürfte auch beim iMac der Preis schnell in die Höhe schnellen. Apple ist hier also vor allem davon abhängig, dass die Preise für Displays mit mehr als 200 dpi Auflösung fallen.

Ferner darf man davon ausgehen, dass Apple künftig auch beim Macbook Air auf ein Retina-Display setzen wird. Durch die modifizierte Bauweise ist keine zusätzliche Glasschicht mehr vonnöten. Dadurch lässt sich zum einen Platz einsparen, zum anderen reflektiert das Display weniger. Dieser Effekt würde auch den iMacs zugute kommen, bei denen man schon seit längerer Zeit Antireflexions-Bildschirme in der kommenden Generation vermutet.