iTunes in Zahlen: der Multimilliarden-Shop

Steve Jobs erhält einen Grammy für die Art und Weise, wie er den Konsum und die Distribution von Musik, Filmen und Programmen revolutionierte. Grund genug, die Zahlen sprechen zu lassen. Ist iTunes wirklich eine Großmacht im Musik- und Fernsehbusiness? Wir haben einmal bei Apple nachgefragt. Und sind baff.

In der Begründung der Jury der National Academy of Recording Arts and Sciences, die alljährlich die Grammys vergibt, heißt es: „Als CEO und Mitgründer von Apple half Steve Jobs dabei, Produkte und Technologie zu entwickeln, die die Art und Weise veränderten, wie wir Musik, Fernsehen, Filme und Bücher konsumieren. Jobs‘ Erfindungen, wie der iPod und iTunes, revolutionierten die Industrie und veränderten die Distribution und den Verkauf grundlegend.”

Aber hat Jobs das wirklich? Hat er ein Business umgekrempelt und unseren Medienkonsum grundlegend geändert? Die Zahlen, die wir auf Anfrage von Apple bekamen, untermauern das Jury-Urteil. Nicht nur das: Sie gießen es in Stahlbeton. Ein Blick auf die verkauften Songs, Apps, Bücher, Filme und Serie zeigt, dass Apple bei der digitalen Distribution von Medien in einer anderen Liga spielt als die Konkurrenz.

16 Milliarden verkaufte Songs

Das Angebot im iTunes Store umfasst mittlerweile mehr als 20 Millionen Songs, mehr als 10.000 Musikvideos, mehrere zehntausend Hörbücher, über 14.000 Filme (zum Ausleihen und Kaufen), über 85.000 TV-Episoden und mehr als 500.000 Apps für iPhone und iPod touch und über 140.000 Programme speziell für das iPad. Zudem kann man auf das Podcast-Verzeichnis im iTunes Store zugreifen, das aktuell über 200.000 kostenlose Audio- und Video-Podcasts umfasst. Im Folgenden ein paar Zahlen der letzten erreichten Meilensteine.

– 12.07.2004: 100.000.000 Songs verkauft
– 23.02.2006: 1.000.000.000 Songs verkauft
– 09.01.2007: 2.000.000.000 Songs verkauft
– 31.07.2007: 3.000.000.000 Songs verkauft
– 15.01.2008: 4.000.000.000 Songs verkauft
– 19.06.2008: 5.000.000.000 Songs verkauft
– 06.01.2009: 6.000.000.000 Songs verkauft
– 15.07.2009: 8.000.000.000 Songs verkauft
– 09.09.2009: 8.500.000.000 Songs verkauft
– 25.2.2010: 10.000.000.000 Songs verkauft
– 01.09.2010: 11.700.000.000 Songs verkauft
– 06.06.2011: 15.000.000.000 Songs verkauft
– 04.10.2011: 16.000.000.000 Songs verkauft

400.000 TV-Folgen jeden Tag

Derzeit werden damit mehr als acht Millionen Songs pro Tag von den mehr als 225.000.000 iTunes Nutzern heruntergeladen. Noch krasser ist die Entwicklung bei den Apps. Ein paar Meilensteine:

– Start am 11.07.2008
– 09.09.2008: 100.000.000
– 16.01.2009: 500.000.000
– 24.04.2009: 1.000.000.000
– 28.09.2009: 2.000.000.000
– 05.01.2010: 3.000.000.000
– 08.04.2010: 4.000.000.000
– 07.06.2010: 5.000.000.000
– 18.10.2010: 7.000.000.000
– 22.01.2011: 10.000.000.000
– 06.06.2011: 14.000.000.000
– 07.07.2011: 15.000.000.000
– 04.10.2011: 18.000.000.000

Das entspricht derzeit über eine Milliarde Downloads im Monat, über 33,7 Millionen Downloads am Tag oder 390 Downloads jede Sekunde. Zwar hat Apple keine Chance gegen Amazon, was die Buchabsätze angeht. Doch die Zahlen können sich sehen lassen: Seit Start des iBookstore am 3. April 2010 wurden bisher über 130 Millionen E-Books heruntergeladen (Stand: 6.Juni 2011). Zu den bisher im iTunes Store verkauften Filmen macht Apple keine Angaben, so viel sei jedoch erwähnt: Momentan leihen und kaufen iTunes-User jeden Tag weltweit mehr als 400.000 TV-Folgen und über 150.000 Filme.

All diese Medien werden auf über 146 Millionen iPhones, 321 Millionen iPods und 39 Millionen iPads konsumiert. Hat Jobs also die Auszeichung verdient? Diese Frage kann man nur mit einem “Verdammt…ja!” beantworten.

Keine News mehr verpassen. – Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder nutzen Sie unseren RSS-Feed!