Vier iPhone-Apps für Rosch ha-Schana

Zur Zeit ist wieder Rosch ha-Schana, das jüdische Neujahrsfest. Obwohl die Juden bereits das Jahr 5771 einläuten, sind die mit dem Fest verbundenen Traditionen vielen unbekannt. Das Wall Street Journal hat vier iPhone-Apps vorgestellt, die mit dem Fest verbundene Bräuche näherbringen und Gläubige in das neue Jahr begleiten.


iShofar

Eines der typischen Rituale zum Neujahrsfest ist das Blasen des Schofars, auch Hallposaune genannt. Der Ton des aus Schafshorn gefertigten Instruments soll Demut fördern und aus einer gedankenlosen Lebensweise aufrütteln. App-Entwickler Adam Levy hat den Klang seines eigenen Schofars – ein Hanukkah-Geschenk seiner Eltern – digitalisiert und in die iPhone-App iShofar umgewandelt. Gespielt wird das Horn durch Antippen des Displays oder durch Pusten in das Mikro des iPhones. Am Schabbat jedoch sollte die App nicht aufgerufen werden, da das Spielen von Musikinstrumenten in dieser Zeit verboten ist.

0,79 €, jetzt herunterladen: iShofar – Levyware




iTashlich

Auch für die Taschlich-Zeremonie im Anschluss an das Mincha-Gebet des ersten Neujahrstags gibt es eine App. Grundsätzlich geht es bei Taschlich machen darum, sich von den Sünden des Vorjahres zu befreien, indem man symbolisch Krümel aus der Kleidung schüttelt und ins Wasser wirft. Die App iTashlich prüft die Verfehlungen durch einen Frage-Antwort-Dialog (“Hast du geraucht?”, “Hast du versäumt, deine Mutter regelmäßig anzurufen?”). Es folgt ein Gebet und die etwas augenzwinkende “iTashlich experience”, bei der ein animierter Fisch nach Brot-, Hamburger- und Pizzastücken schnappt.

0,99 $, jetzt herunterladen: iTashlich – iTashlich.com LLC (im US-iTunes Store erhältlich)




iCharity

Tzedaqa ist das jüdische Wohltätigkeitsgebot und verpflichtet Gläubige grundsätzlich, Bedürftige zu unterstützen. Um an diese gesellschaftliche Übereinkunft zu erinnern oder das Spendenbedürfnis zu stillen, auch wenn gerade keine Spendenbox in der Nähe ist, hat die Jewish Learning Group die iCharity-App entwickelt. Gläubige können über das iPhone-Display Münzen in eine virtuelle Spendenbox werfen. Auch diese Handlung hat rein symbolischen Charakter, kein Konto und keine Kreditkarte werden belastet. Allerdings schließen die Entwickler mit einem Augenzwinkern nicht aus, in einem Update eine Verbindung zum iTunes-Konto herzustellen.

0,79 €, jetzt herunterladen: iCharity – The Jewish Learning Group




Send a Prayer

Es ist jüdische Tradition, Gebete aufzuschreiben und in die Fugen der Klagemauer in Jerusalem zu platzieren. Über die Send a Prayer-App können Gläubige weltweit ihr Gebet ins iPhone tippen und virtuell an die Klagemauer beamen. Die Entwickler versichern, dass das Gebet innerhalb von 24 Stunden in Jerusalem ausgedruckt wird und seinen Weg an die Klagemauer findet. Entwickelt wurde die App von Munera LLC in Zusammenarbeit mit Chabad.org.

1,59 €, jetzt herunterladen: Send a Prayer – Western Wall – Munera, LLC