iPhone 5: Dock-Connector doch nur mit 8 Pins?

Hat sich die Diskussion um künftige Features des iPhone 5 lange Zeit um das Display gedreht, wird derzeit heftig um die Größe des Dock-Connectors diskutiert. Als recht sicher gilt: Er wird kleiner. Nach bisherigen Stand schrumpft der Anschluss auf 19 Pins. Jetzt berichtet iLounge, dass Apple unter Umständen noch mehr Platz einsparen will.

Der Blog beruft dabei auf zwei mit dem Prozess vertraute Quellen. Deren Informationen würden sich laut Bericht mit dem geleakten schmalen Design des Dock-Connectors decken. Wie iLounge weiter berichtet, soll sich der neue Anschluss nicht nur zum Datenaustausch nutzen lassen. Denkbar wäre auch Sicherungsmechanismen, wie etwa die Verbindung mit einem Magsafe.

Bislang wurden zwar Gehäusebauteile geleakt. “Innereien”, also elektronische Bauteile, haben es bislang nicht in die Techpresse geschafft. CultofMac hält derweil 8 Pins für recht unwahrscheinlich. Denn obwohl Apple zwar theoretisch nicht mehr bräuchte, greifen immerhin etliche Zubehörhersteller auf die Datenströme der restlichen Pins zurück.

Tatsächlich sind derzeit elf der momentan verbauten 30 Pins im Dock-Connector des iPhone 4S inaktiv. Neben vielen Techblogs berichtete zuletzt auch Reuters, dass Apple mit dem Umbau flexibler im Gehäusedesign würde. “Es ist eine Chance für Zubehörhersteller”, erklärte Canalys-Analyst Pete Cunningham gegenüber der Nachrichtenagentur. “Der alte Dock-Connector war lange Zeit ein Standard, das dürfte sich mit einem neuen Anschluss nicht ändern.”

Bluetooth 4 als Alternative?

Setzt Apple allerdings nach Wissensstand von iLounge auf lediglich 8 Pins, hätten viele Zubehörhersteller ein Problem. Ihre Accessoires wäre nicht mehr nutzbar. Ohne die entsprechenden Datenströme, die über die Pins laufen, würde auch ein Adapter keine Abhilfe schaffen.

Laut iLounge könnte der Konzern aus Cupertino das Problem damit beheben, dass sich viele Gadgets über Bluetooth 4 mit dem iPhone verbinden ließen. Damit wäre allerdings zwar eine Lösung für die Kommunikation zwischen Zubehör und Smartphone gefunden. Doch auf lange Sicht  dürften nur die Hersteller profitieren.

Denn der Kunde wäre im schlimmsten Fall gezwungen, das Zubehör ein zweites Mal anzuschaffen. Hifi-Lösungen, wie etwa von Bowers & Wilkins, wären dann erst einmal unbrauchbar mit dem neuen iPhone. So würde sich der Umzug auf ein neues Docking-System nur auf dem Rücken der Konsumenten realisieren lassen.