iPad-Namensstreit: Proview erwirkt Verkaufsverbot gegen Apple

Das chinesische Unternehmen Proview hat einen kleinen Erfolg gegen Apple errungen. Ein Gericht in China hat den Verkauf des iPads verboten. Bei der Auseinandersetzung geht es um die Namensrechte an dem Tablet – und zwei Milliarden Dollar sowie ein Exportverbot.

Ein Gericht in Huizhou – mit rund 3,5 Millionen Einwohnern ähnlich groß wie Berlin – in der chinesischen Provinz Guangdong hat ein für die Stadt geltendes Verkaufsverbot für das iPad erlassen. Grund hierfür ist eine Klage des taiwanischen Unternehmens Proview.

Vor einigen Jahren hat Apple Proview die Namensrechte für den Begriff iPad für 55.000 US-Dollar abgekauft. Das Unternehmen aus Taiwan scheint aufgrund des großen Erfolgs des iPads der Meinung zu sein, zu wenig Geld von Apple erhalten zu haben und behauptet jetzt, dass die Rechte für China nicht mit verkauft worden seien.

Zwei Milliarden Dollar für vier Buchstaben

Eine Summe von zwei Milliarden Dollar soll Apple nun zahlen, um den Namen iPad auch in China nutzen zu dürfen. Der kalifornische Konzern sieht sich dagegen im Recht. Um den Druck zu erhöhen, klagt das taiwanische Unternehmen derzeit in über 20 chinesischen Städten gegen Apple.

Neben Verkaufsverboten in Huizhou und zuvor Shijiazhuang hat Proview auch ein Exportverbot für das iPad beantragt. Sollte diese Klage erfolg haben, würde sie Apple deutlich härter treffen als ein Verkaufsverbot für 100 Städte. Da alle iPads in China gefertigt werden, würde hierdurch der weltweite Verkauf des Tablets zum Erliegen kommen.

Exportverbot mit weltweiten Auswirkungen

Im Fall eines Exportverbots müsste Apple wohl ein größere Summe aus seinem Barvermögen locker machen oder alternativ die angeblich gerade finanziell nicht besonders solide aufgestellte Firma Proview aufkaufen. Eine Verlagerung der Produktion käme so kurzfristig nicht in Frage. Wir dürfen also gespannt sein, welche Meldungen uns pünktlich zum Start des iPad 3 noch erreichen.

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