iPad-Magier Simon Pierro im Interview: "Ich bin viel mehr Entertainer als Geheimnishüter"

Simon Pierro ist ein weltbekannter “iPad-Zauberer”. Im Interview mit m-magazin plaudert der Multimedia-Magier über die Geheimnisse seiner Tricks, sein Verhältnis zu Apple, über die Zukunft der Zauberei und verrät, welchen Trick er gerne CEO Tim Cook vorführen würde.

m-magazin.net: “Herr Pierro, Sie machen „Multimedia Magic“, unter anderem mit dem iPad. Wie sind Sie ausgerechnet darauf gekommen, mit dem iPad zu zaubern?”

Simon Pierro: “Das resultiert aus einer Nummer, die nannte sich „Fernsehen der Zukunft“, die habe ich 2008 für RTL in der Sendung „Unglaublich“ umgesetzt. Da habe ich den Kunden in einem Elektronikmarkt ein Produkt verkauft, das es gar nicht gibt. Dabei handelte es sich um einen angeblich interaktiven Fernseher, den ich steuern konnte. Sobald ich an dem Fernseher gerüttelt habe, zeigte er ein Erdbeben. Habe ich den Fernseher gekippt, sind die Schauspieler alle in die Ecke gefallen. Und diese Nummer habe ich 2010 für „Verstehen Sie Spaß“ noch einmal recycelt, mit neuen Ideen und prominenten Gästen”:

“Anschließend habe ich überlegt, ob ich so etwas Ähnliches nicht auch mit dem iPad machen könnte. Dann habe ich all diese Szenen aus der Verstehen Sie Spaß-Nummer aufs iPad gespielt und musste feststellen, das hat einfach nicht den Charme, das ist alles viel zu detailliert, wenn ich mit der Hand oder mit den Fingern scheinbar in den Bildschirm greife , das hätte einfach nicht den gleichen Effekt. Darum habe ich diese Idee erst mal wieder auf Eis gelegt und versucht heraus zu finden was das iPad wirklich ausmacht. Daraus resultieren auch die beiden stärksten Ideen aus dem ersten iPad-Clip. Einmal wie ich den Hintergrund herausziehe nach dem dritten Scrollen, das ist eigentlich so das Logischste und Intuitivste, wenn Du auf dem iPad durch drei Seiten blätterst, dass dann einfach die ganze Seite rauskommt. Ich habe das vor dem Spiegel so lange geübt, bis es eine fließende Bewegung war.”

“In der gleichen Brainstorming-Session entstand die Idee mit den vielen kleinen Fotos, die ich aus dem iPad herausziehe. Als ich die beiden Effekte hatte, da wusste ich, dass das der Weg sein muss, um etwas ganz Spezifisches fürs iPad zu machen. Dann kam aber auch noch ein lustiger Zufall hinzu, mein iOS-Update hat mein iPhone crashen lassen und dann musste ich zum Apple Store. Dort hab ich dann gesagt: „Schaut mal her, ich hab auch ein Problem mit meinem iPad“ und hab dann die Nummer vorgeführt, wo ich den Hintergrund rausziehe. Und der Typ an der Genius Bar fand das so lustig, dass er den Apple-Event-Manager geholt hat und der mich um einen Auftritt im Store bat. Daraufhin haben wir einen Termin in zehn Wochen festgelegt. Das war natürlich eine Ehre für mich als Apple-Fan. Somit hatte ich also zehn Wochen Zeit um die Nummer in irgendeiner Form hinzubekommen.”

Zur Person - Simon Pierro

Simon Pierro zaubert seit seinem 16. Lebensjahr. Angefangen hat er mit klassischen Hütchen- und Kartentricks. Bereits 2002 kürte ihn der Magische Zirkel Deutschlands zum Deutschen Meister der Zauberei, es folgten zahlreiche weitere Preise und Auszeichnungen, darunter zum "Magier des Jahres" (2002), der Siegfried & Roy-Award (2004) und die "Goldenen Ringe" in Lausanne. Fernsehzuschauern dürfte Simon Pierro vor allem durch seine zahlreichen Auftritte bei "Verstehen Sie Spaß" bekannt sein, hier spielte er in 20 Episoden den Lockvogel. Apple-Fans begeistert Simon Pierro regelmäßig mit seinen iPad-Tricks - alle zu sehen in seinem eigenen Youtube-Kanal unter http://www.youtube.com/iosmagic

m-magazin.net: “Zehn Wochen kommen mir sehr kurz vor, für diese aufwändigen Multimedia-Tricks…?”

Simon Pierro: “Ich hatte ja die Ideen schon. Trotzdem, ich musste natürlich erst mal einen Programmierer finden. Aber ich bin da ganz naiv rangegangen und zehn Wochen später habe ich die iPad-Nummer zum ersten Mal live vorgeführt. Und dann wusste ich auch gleich, dass ich daraus unbedingt einen Youtube-Clip machen möchte – der bevorstehende Release von iOS 5 war für mich dann der perfekte aktuelle Aufhänger für meinen ersten iPad-Clip auf Youtube. Ich hab das dann so lange geübt, bis ich die Nummer in einem Rutsch aufführen konnte, damit das Video gänzlich ohne Schnitte auskommt. Den fertigen Clip habe ich dann an Mashable geschickt, ganz knapp vor Beginn der Apple-Keynote. Und nachdem die das dann auf ihrer Seite gepostet hatten, lief am nächsten Tag mein E-Mail-Postfach voll.”

m-magazin.net: “Üben Sie bereits Tricks mit dem iPad 3? Auf was dürfen wir uns da freuen?”

Simon Pierro: “Ja, ich bin schon kräftig dabei, alles zu testen und die Grafiken aufzubessern, aber mehr kann ich noch nicht verraten.”

m-magazin.net: “Ihre Prognosen für “das neue iPad” waren ja auch gar nicht so schlecht. Abgesehen davon, dass Siri nicht aus dem Gerät springen kann…”

Simon Pierro:  “Ja, genau. Das neue iPad ist ein bisschen dicker, ein bisschen schwerer, das Display hat die hohe Auflösung, aber gut, das war nicht allzu schwer vorherzusagen” (lacht)…

m-magazin.net: “Heute machen Sie Multimedia Magic, ist das die Zukunft der Zauberei?”

Simon Pierro: “Ja, definitiv. Die digitale Zauberei wird mit Sicherheit das sein, was ich am stärksten verfolgen werde. Mit den Hilfsmitteln Youtube und in letzter Zeit auch vermehrt Facebook, um meine Fan-Basis auszubauen.”

m-magazin.net: “Wie haben Sie angefangen zu zaubern? Ganz klassisch mit Kartentricks und Jungfrauen zersägen?”

Simon Pierro: “Ja, ganz klassisch. Ich habe mit 15 oder 16 Jahren angefangen, mit Kartentricks. Am Anfang musst Du Dich sowieso erst mal ausprobieren und herausfinden, was es überhaupt alles gibt. Dann habe ich zu Beginn meines Studiums (Wirtschaftsingenieurwesen, Anm. der Redaktion) einen Regisseur kennengelernt, der innerhalb der Zauberszene sehr bekannt ist, Eberhard Riese. Und der hat gesagt, er würde gerne mit mir an einer Show arbeiten, die innovativ ist und innerhalb der Zauberszene für Aufmerksamkeit sorgen könnte. Und mit der Nummer wurde ich dann gleich auf Anhieb Deutscher Meister, Magier des Jahres, habe 2003 vom Fürstenhaus in Monaco einen Preis erhalten, und bin dann schließlich in Las Vegas mit dem Siegfried & Roy-Award ausgezeichnet worden. Nach dem Siegfried & Roy-Award und nach Ende meines Studiums hat mich Frank Elstner zu „Verstehen Sie Spaß“ eingeladen und mich so meine Fernsehkarriere beginnen lassen.”

m-magazin.net: “Welche technischen Kenntnisse brauchen Sie für Ihre iPad-Tricks? Müssen Sie auch programmieren?”

Simon Pierro: “Das technische Grundverständnis ist zwar durch mein Studium vorhanden, aber es ist immer eine gesunde Mischung aus Wissen und Nicht-Wissen. Das heißt, Du musst in der Lage sein, dich in Dinge einzuarbeiten und sie auch zu verstehen. Also du musst wirklich eine Offenheit mitbringen und ein logisches Verständnis. Und wenn du das hast, aber noch nicht zu tief im Thema steckst, dann bist du offen genug, Dir auch frei Dinge einfallen zu lassen. Denn wenn man irgendwo feststeckt oder sich festgefahren hat, dann kommen keine Ideen.”

m-magazin.net: “Sie sind kein Technik-Freak?”

Simon Pierro: “Ich bin kein Technik-Freak, aber ich liebe es, mich mit Gadgets zu beschäftigen, ich bin mehr Gadget-Fan als Technik-Freak.So richtig intensiv beschäftige ich mich nur mit den Sachen, die ich auch wirklich benötige für mein nächstes Projekt.”

m-magazin.net: “Das heißt, Sie haben einen Programmierer oder ein technisches Team, das Sie bei Ihren Tricks unterstützt? Einen Grafiker?”

Simon Pierro: “Genau. Ich selbst zum Beispiel schneide nur mit „iMovie“ und nicht mit „Final Cut“. Um Entwürfe zu machen, reicht das vollkommen aus, aber um das nachher auf ein professionelles Niveau zu bringen, zum Beispiel für Firmenarbeiten, habe ich jemanden, der mich dabei unterstützt. Was das Programmieren angeht, ebenfalls. Ich stelle mir für die Aufgaben immer ein individuelles Team aus freien Mitarbeitern zusammen, häufig auch mit Studenten. Denn anfangs weiß ich bei einem Projekt ja häufig nicht, ob es auch erfolgreich wird und dann müssen die Kosten in einem vernünftigen Rahmen sein.”

m-magazin.net: “Inwieweit müssen Sie die Tricks gegenüber Ihrem Team offenbaren?”

Simon Pierro: “Da hab ich gar keine Hemmungen. Jeder erfährt das, was er zum Arbeiten benötigt. Und das ist sowieso was, was sich in der heutigen Zeit komplett verändert hat – die Geheimnistuerei von Zauberern. Also ich mag es nicht, dass man Tricks offen verrät an Zuschauer die es gar nicht wissen wollen. Ich würde mich niemals an die BILD-Zeitung oder ans Fernsehen wenden und sagen: „genau so funktionierts.“ Was anderes ist es, zum Beispiel auf Internetportalen gegen Bezahlung gewisse Tricks zur Verfügung zu stellen, eben an Leute, die bereits sind dafür zu bezahlen und somit echtes Interesse an der Sache beweisen. Wenn ich ein iPad schweben lasse, weil sich auf dem Display ein Helium-Ballon aufpumpt, dann sollst du die Idee wahrnehmen und dich beeindrucken lassen von diesem Bild, das ist so abstrakt. Ich liebe es, Bilder zu erschaffen, die du am Besten auf einem Foto festhalten kannst. Das ist aber gar nicht so einfach. Das Rausziehen der Apps zum Beispiel ist super für ein Video, funktioniert aber nicht auf einem Foto. Und natürlich ist der Trick mit dem Ballon beim zweiten oder dritten Mal hinschauen nachvollziehbar, das ist kein Mysterium. Aber die Idee, die Umsetzung und es so hinzubekommen, dass es eben genau so aussieht, das ist die Kunst. Da bin ich viel mehr Entertainer als Geheimnishüter”:

“Du kannst auf jeder Social-Media-Plattform über diese Tricks diskutieren oder einfach googeln. Ich habe nicht die Zeit, die Leute rauszuklicken, die meine Tricks erklären oder einfach richtig raten. Das sollte keine große Relevanz haben. Ich mag die Interaktivität und dass die Leute auch darüber nachdenken. Ich finde es bei meinen Youtube-Videos zwar nicht besonders toll, wenn jemand schreibt, bei Sekunde x passiert genau das oder das. Denn andere Leute wollen das vielleicht gar nicht wissen, aber das ist für meine Vorführung egal. Die funktioniert auch noch dann wenn man das Geheimnis kennt.”

m-magazin.net: “Ist das auch was, was sich generell an der Zauberei verändert hat. Denn der Trick alleine reicht ja dann nicht mehr.”

Simon Pierro: “Ja, das muss sich ändern. Denn der Zauberer, der sich nur darauf verlässt, dass er Geheimnisse hütet, der ist bald verlassen. Denn du kannst alles nachschauen. Und das zwingt die Zauberer auch zur Innovation.”

m-magazin.net: “Kann man heute mit Karten- oder Hütchentricks noch ein Publikum begeistern?”

Simon Pierro: “Doch, absolut. Einer meiner besten Freunde, Denis Behr, der spielt regelmäßig im Münchner Close-Up-Theater und er macht nur Kartentricks. Aber er ist ein absolutes Genie. Wenn Du ihn zwei Minuten gesehen hast, wirst du den ganzen Abend gefesselt sein, der wird dich unterhalten bis zum Letzten. Und du wirst danach an alles glauben was er behauptet, das ist eine ganz, ganz hohe Kunst. Kartentricks sind eben nicht gleich Kartentricks. Allerdings – der typische Hase aus dem Zylinder, der hat eigentlich ausgedient. Oder sagen wir mal so, es gibt nur ganz wenige, die das heute so gut machen, dass du dich damit noch verblüffen lässt. Aber ich bin schon immer jemand gewesen, der ein breites Publikum unterhalten will und das kann ich mit einem Kartentrick letztendlich nicht.”

m-magazin.net: “Und deswegen auch das Apple iPad und nicht irgendein Android-Tablet?”

Simon Pierro: “Vielleicht schon. Aber eigentlich ist der Grund eher, dass ich vorher schon ein iPhone hatte und mich damit einfach gut auskannte. Das war ein logischer Schritt und kein Kalkül.”

m-magazin.net: “Schön ist ja wirklich die Idee, mit Ihren Tricks die mutmaßlichen Features der neuen Gerätegeneration zu „verraten“, so wie Sie es in dem Clip zum „neuen iPad“ getan haben. Ich denke damit treffen Sie das Herz eines Apple-Fans im Innersten…”

Simon Pierro: “Ja, absolut, mir macht das auch unglaublich Spaß, denn mich beschäftigt das ja auch. Das Schöne ist auch, dass ich jetzt noch nicht weiß, was ich mit dem iPad 4 machen werde, denn ich kenne ja die Gerüchte und die Diskussion noch gar nicht, auf die ich dann reagieren kann. Der Effekt mit dem Retina-Display zum Beispiel, der ist ja nur entstanden weil es das Gerücht gab und ich mir überlegt habe, was könnte man denn dann mit so einem Display anstellen. Und das war eine technische Bastelei, die mich etliche Photoshop-Stunden gekostet hat.”

m-magazin.net: “Was ist Ihr Lieblings-Trick mit dem iPad?”

Simon Pierro: “Ich habe eigentlich zwei Lieblingseffekte. Der eine in der Schlichtheit und Klarheit ist der allererste, wie ich das Apps-Panel rausziehe, weil das so naheliegend, logisch und simpel ist. Und das ist es ja, was die Apple-Produkte ausmacht. Das ist in Apple gedacht – als Zaubereffekt.”

m-magazin.net: “Wenn man sich Ihre Youtube-Videos anschaut, erinnern sie vom Look ein wenig an die Apple-Werbespots – und immer dieses Gefühl: „Wow, so einfach geht das!”

Simon Pierro: “Ja, das ist der Punkt und ich denke das ist auch eines der Erfolgsgeheimnisse von Apple und etwas das ich mir über die Jahre angeeignet habe: Klare Effekte schaffen für den Zuschauer. Weil man sie nur dann auch verstehen kann. Mein zweiter Lieblingseffekt ist der Tennisball. Weil der tricktechnisch einfach extrem verblüffend ist, das merke ich dann auch immer an den Zuschauerreaktionen. Ich mag allerdings auch gerne die Bier-Nummer, die wirklich aufwändig ist, die kann ich nicht einfach so überall umsetzen”:

m-magazin.net: “Wie viele iPads sind beim Üben dieses Tricks zu Schaden gekommen?”

Simon Pierro: “Keines ist wirklich kaputt gegangen, aber eines ist mal komplett abgestürzt.”

m-magazin.net: “Welchen Trick würden Sie Tim Cook zeigen, wenn er Sie einladen würde?”

Simon Pierro: “Am liebsten die ganze Preview on iOS 5. Aber wenn ich nur eine Fahrstuhl-Fahrt Zeit hätte, dann würde ich den Tennisball raus holen.”

m-magazin.net: “Könnten Sie sich vorstellen auf der nächsten Apple-Keynote aufzutreten, etwa bei der Präsentation des iPhone 5?”

Simon Pierro: “Aber klar. Apple kennt mich jetzt, ich bin kürzlich im Apple Store in Amsterdam aufgetreten, zur Einweihung des ersten holländischen Stores. Ich weiß noch, dass Steve Jobs einmal auf einer Keynote zehn Sekunden eines Songs präsentiert hatte, der Erfolg der Band ging danach durch die Decke. Ich habe auch immer wieder überlegt, ob Steve Jobs womöglich noch einen meiner Clips gesehen hat, oder ob er schon zu sehr von seiner Krankheit beeinträchtigt war. Es würde mich natürlich sehr freuen, wenn ich irgendwann erfahren würde, ja, das hat er noch gesehen. Das „Wall Street Journal“ hat damals was zu meinem Video gebloggt und es würde mich nicht wundern, nachdem er die iOS 5-Keynote noch gehalten hat, wenn es ihm nicht irgendjemand zumindest in Ausschnitten gezeigt hätte.”

m-magazin.net: “Inwiefern ist es einfacher, die Leute mit Multimedia-Tricks zu begeistern als etwa mit Hütchen oder Karten?”

Simon Pierro: “Also zunächst ist die Aufmerksamkeit schon mal größer, wenn Du mit einem iPad ankommst. Denn das schöne daran ist ja, dass es eben fast jeder kennt.”

m-magazin.net: “Gibt es viele Leute, die nicht verstehen, dass das Zauberei ist, was Sie da machen? Weil sie vielleicht nicht so viel von der Technik verstehen und wirklich denken: Wow, was für ein Gerät, was das alles kann!”

Simon Pierro: “Nein, in der Regel sind meine Tricks zu plakativ, das versteht man dann schon. Aber meine Oma hat mich auch schon mal angerufen und gesagt: „Simon, das hab ich nicht verstanden, aber das war trotzdem toll.”

m-magazin.net: “Inwiefern macht das einen Unterschied ob Sie im Apple Store vor Technik-Fans auftreten oder in der Fußgängerzone für “Verstehen Sie Spaß”?”

Simon Pierro: “Die Vorführbedingungen sind ganz anders, bei den Apple-Fans macht es natürlich deswegen Spaß, da du dich mit dem Produkt beschäftigst, das die Zuschauer lieben. Bei „Verstehen Sie Spaß“ arbeitest du ganz anders, weil da Kameras im Spiel sind und du dich auch ganz anders auf so was vorbereitest, wenn es fürs Fernsehen produziert wird. Fernseharbeit und Bühnenarbeit sind zwei ganz unterschiedliche Dinge.”

m-magazin.net: “Es gibt das Gerücht, dass Apple im Herbst einen Fernseher vorstellen wird. Können Sie sich vorstellen mit einem iTV zu zaubern?”

Simon Pierro: “Aber sicher. Ich habe ja auch schon mal was zum Thema “interaktives Fernsehen” gemacht und ich habe unter anderem dafür auch schon eine Brainstorming-Liste angelegt. Aber da lege ich mich nicht fest, man weiß ja nie was passiert. Ich möchte dann auch mit neuen Effekten überraschen.”

m-magazin.net: “Das heißt, Apple muss mit Innovationen und Killer-Features um die Ecke kommen, damit Sie auch wieder Futter für neue Effekte haben?”

Simon Pierro: “Das wünschen wir uns doch alle. Das neue iPad ist ja sehr rund und gelungen, aber die großen Innovationen sind eben ausgeblieben.”