iOS 6: Welche Features auf welchem Gerät funktionieren

iOS 6 hat rund 200 Neuerungen im Gepäck. Unter anderem warf Apple Google Maps über Bord und hat Facebook stärker in sein System integriert. Aber längst nicht alle neue Features sind auch für alle Apple-Geräte verfügbar. Eine Übersicht.

Ein neues Kartensystem, tiefere Facebook-Integration, optimiertes Siri: Apple hat für das mobile Zugpferd iOS ordentlich an der Innovationsschraube gedreht. Die sechste Version des Betriebssystems ist für das iPad 2, das neue iPad, das iPhone 3GS, 4 und 4S sowie für den iPod touch der vierten Generation konzipiert. Doch nicht alle Apple-Geräte können von iOS 6 in vollem Umfang profitieren. Um ein wenig Ordnung ins Update-Chaos zu bringen, haben wir einmal die Verfügbarkeit der Features pro Gerät zusammengetragen.

Facebook

Apple hat das Notification Center überarbeitet, von dem aus Nutzer künftig direkt Meldungen für Facebook verfassen können. Aus Safari und dem Game Center heraus lassen sich Links und Spielstände mit anderen Facebook-Freunden teilen. Events aus dem weltgrößten Social Network lassen sich ab Herbst mit dem iPhone-Kalender synchronisieren. Verfügbar für: alle Geräte

Siri

Apples Sprachassistent ist schlauer geworden, spricht Chinesisch und kann bald auch Apps starten. Verfügbar für: das neue iPad und iPhone 4S. Weiterhin nicht verfügbar für: iPad 1, iPhone 3GS, iPhone 4 und iPod touch

Facetime über 3G

Apple wagt den Schritt und öffnet den Videochat auch für mobile Datenverbindungen. Verfügbar für: das neue iPad und iPhone 4S. Weiterhin nicht verfügbar für: iPad 1, iPhone 3GS, iPhone 4 und iPod touch

Apple Maps

iOS 6 distanziert sich weiter von Android und verzichtet auf Google Maps und bringt in Zusammenarbeit mit TomTom einen eigenen Kartendienst heraus, unter anderem mit Staumeldungen. Dieses Feature wird für alle Geräte verfügbar sein. Der Navigationsmodus ist allerdings nur für das iPad 1 und das neue iPad sowie das iPhone 4S verfügbar. Die 3D-Flyover-Funktion, bei der sich Städte in einer dreidimensionalen Ansicht überfliegen lassen, ist ebenfalls für das iPad 1 und das neue iPad sowie das iPhone 4S verfügbar. Besitzer eines iPhone 4, 3GS oder eines iPod touch müssen darauf verzichten.

DonotDisturb-Funktion

iOS 6 bietet dem Nutzer die Möglichkeit, eine SMS an Anrufer zu verschicken, wenn man nicht gestört werden will – etwa nachts oder in einer wichtigen Besprechung. Für wichtige Kontakte lassen sich Sonderregeln setzen. Apple schaltet dieses Feature für alle iPhones bis zum 3GS frei, iPad-Nutzer und iPod-touch-Besitzer müssen logischerweise darauf verzichten.

Passbook

Die App soll mobiles Bezahlen einfacher machen und als zentrale Verwaltung für Tickets, Coupons und Flugbuchungen dienen. Nicht nur der Bezahlvorgang soll damit mobil erfolgen, auch das Einlösen der Tickets. Geobasiert zeigt das Gerät dann im Standby-Screen das Ticket zum Scannen an. Dieses Feature wird ab Herbst für alle Geräte bis zum iPhone 3GS verfügbar sein.

iCloud

Apple hat für die neue iOS-Version auch an seiner iCloud gefeilt. Fotos aus dem Stream lassen sich jetzt auch mit Freunden teilen. Mit Ausnahme des iPhone 3GS und des iPod touch ist das bald auf allen Geräten möglich. Ferner lassen sich dann Browser-Tabs, Verläufe und Lesezeichen über die iCloud synchronisieren. Das wird auf allen Endgeräten möglich sein.

Mail

Für wichtige Kontakte lassen sich im Mailprogramm Sonderregelungen einführen, nur nicht auf dem iPhone 3GS und dem iPod touch.

Hörhilfen

Diese Feature soll nur auf dem iPhone 4S zu nutzen sein.

Fazit: Apple lässt damit bewusst ältere Modelle wie das iPhone 3GS außen vor. Ob das technische oder betriebswirtschaftliche Gründe hat, sei einmal dahingestellt. Einen genauen Launchtermin hat Apple überdies noch nicht bekanntgegeben. Geplant ist das Release von iOS 6 für den Herbst.