iNvestigation: FBI veröffentlicht Akte über Steve Jobs

Dass Apple Profile seiner Nutzer anlegt, ist ein offenes Geheimnis. Doch das FBI hat bis 2011 Informationen über den Steve Jobs gesammelt. Die US-Behörde hat jetzt die Akte des Apple-Gründers veröffentlicht – mit einigen spannenden Erkenntnissen.

Für das FBI war Steve Jobs kein Verdächtiger. Die Akte enthält vor allem Informationen über eine Bombendrohung gegen Apple im Jahr 1985 sowie persönliche Informationen über den verstorbenen Firmenchef. 1991 wurde ihm ein Posten im Rat für auswärtige Wirtschaftsbeziehungen von George Bush senior angeboten. Und eben weil er den Präsidenten der USA treffen sollte, hatte das FBI ihn untersucht.

Zwar hat Jobs diesen Posten nie angetreten, aber trotzdem hat das FBI ihn zuvor überprüft und dabei keine verdächtigen Erkenntnisse erhalten, aber einige interessante Details zusammengetragen. Bevor sich jemand Gedanken über den Datenschutz in den USA macht: Dort müssen Ermittlungsbehörden deutlich mehr Informationen über ihre Arbeit als ihre deutsche Kollegen veröffentlichen – die Schutzfristen für alte Akten fallen ebenfalls kürzer aus. So sollen die Bürger die Tätigkeit von Polizei und Justiz besser kontrollieren können.

So können wir aus den Akten nicht nur alte Größen- und Gewichtsangaben, eine Telefon- und seine Sozialversicherungsnummer von Steve Jobs lesen. Wir erfahren auch, dass das FBI davon ausging, dass der Apple-Gründer 1985 nicht gefeuert wurde, sondern seine Firma aus anderen Gründen “unter ungünstigen Gegebenheiten” verließ.

Für seinen Posten im Umfeld von Präsident Bush senior hat sich das FBI auch über den Drogenkonsum von Jobs erkundigt und sich mit dem “Reality Distortion Field” beschäftigt. Mit diesem Begriff beschrieb ein Manager von Apple die Aura und das Auftreten des Firmengründers, mit der er es schaffte, seine Mitarbeiter zu Höchstleistungen zu motivieren.

Während Steve Jobs mit Pixar Animationsfilme erstellte, besaß er von 1988 bis 1990 eine “Top Secret Security Clearance” – eine Sicherheitsfreigabe. Wofür diese galt, ist dem Dokument aber nicht zu entnehmen.

Steve Jobs FBI File

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