Incognito: Schnelle Browser-App ohne Vergangenheit

Wer nicht verraten will, auf welchen Webseiten er mit Safari auf dem iPad unterwegs war, muss anschließend umständlich in den Einstellungen Verlauf, Cookies und Cache löschen. Das geht einfacher: Peter Theill von Commanigy hat jetzt mit Incognito (kostenlos, iTunes-Link) eine einfache Browser-App vorgestellt, die an extremer Vergesslichkeit leidet.

Manche nennen sie Porn-Browser. Aber es geht nicht immer nur um Sex, wenn man seinen Browserverlauf nicht verraten möchte. Safari speichert auf dem iPad auch Nutzernamen und Passwörter, die dann Dritten bei der Nutzung des iPads zur Verfügung stehen. Wer das vermeiden möchte, sollte es einmal mit Incognito versuchen. Die schlichte Browser-App kommt ohne Schnickschnack daher. Je ein Vor- und Zurück- sowie ein Reload-Button im Google-Chrome-Look, das ist alles. Beim Start wird automatisch noch ein Google-Suchfenster unter die Adresszeile eingeblendet.

Die Unterschiede zu Safari sind marginal. Im direkten Vergleich haben wir bei manchen Seiten einen leichten Geschwindigkeitsvorteil bei Incognito festgestellt. Etwas irritierend ist lediglich, dass die gewünschte URL nach dem Eintippen ins Adressfenster wieder verschwindet und erst wieder auftaucht, wenn die Seite geladen ist. Die App lässt sich in horizontaler wie vertikaler Haltung ausführen. Beim Schließen der App löscht Incognito automatisch den Verlauf, Cache und Cookies.

Fazit: Wer sein iPad mit anderen teilt, für den kann Incognito eine Alternative zum Safari-Browser sein. Nutzer, die mit ihrem iPad verschweißt sind, werden dagegen wohl kaum hinnehmen, ihre Daten regelmäßig neu einzugeben. Aber auch für sie kann es ausnahmsweise praktisch sein, Webseiten über Incognito aufzurufen. Womöglich laufen diese etwas schneller.