iBooks 3.0: Wird das iPad mini Apples Kindle?

So könnte das iPad mini aussehen

War es Absicht oder ein Versehen? Im iBook-Store von Apple ist für kurze Zeit ein Buch aufgetaucht, für das es iBooks 3.0 braucht, um es zu lesen. Der Haken: Diesen Standard gibt es noch nicht. Am 23. Oktober soll sich das ändern. Dann könnte Apple mit dem iPad auch Leseratten ansprechen.

Es handelte sich um den Comic “Largo Winch”. Das Angebot ist mittlerweile aus dem Store verschwunden. Da die Keynote am 23. Oktober allerdings schon seit vergangener Woche als Medienevent angekündigt worden war, kann man davon ausgehen, dass Apple im Verbund mit einem neuen iPad seinen digitalen Buchstandard updatet.

Worin die Verbesserung liegen, ist unklar. Klar hingegen ist, dass Apple mit dem iPad mini die Chance hat, ähnlich dem Kindle eine größere Leserschaft für die eigenen iBooks zu mobilisieren als es das “große” iPad jemals gekonnt hätte.


Denn im Gegensatz zum großen Tablet-Bruder wäre das iPad mini mobiler, stromsparender und preiswerter. Wer jemals ein Buch auf einem Kindle gelesen hat, würde nur ungern wieder zum regulären iPad wechseln. So brillant das Disply auch beim Blättern von Magazinen mit tollen Fotos und Infografiken ist, so schwer liegt es leider in der Hand bei längeren Lese-Sessions.

Kleines iPad wäre lesetauglicher
Mit einem iPad mini mischt Apple die Karten allerdings neu. Ein kleinerer Formfaktor kommt dem Taschenbuch doch recht nah. Sieben Zoll lassen sich auch noch problemlos in eine Jackentasche stecken.

Freilich kann kein LCD sich mit Amazons E-Ink-Display messen, was den Stromverbrauch angeht. Doch falls sich die Gerüchte bestätigen, dass Apple Sharps neues IGZO-Display verbaut, bräuchte das weitaus weniger Energie als die Konkurrenz. Bei einer Auflösung, die der des iPad 2 entspricht, könnte man auch noch Filme konsumieren oder im Web surfen.

329 Dollar für das Basis-Modell
Das Apple allerdings sein Gerät so preiswert wie Amazon und Google verkauft, darf man bezweifeln. Während der Kindle Fire HD und das Nexus 7 unter 200 Euro kosten, um mehr Menschen zum Kauf von Inhalten aus dem eigenen Ökosystem zu bewegen, wäre es für Apple ein ungewöhnlicher Schritt, mit dem reinen Verkauf von Produkten Verluste zu machen. In den USA geht man derweil von 329 Dollar für die Basis-Variante aus.

Warum auch? Das Angebot im iTunes Store umfasst mehr als 20 Millionen Songs (Stand: Ende 2011), mehr als 10.000 Musikvideos, mehrere zehntausend Hörbücher, über 14.000 Filme (zum Ausleihen und Kaufen), über 85.000 TV-Episoden und mehr als 500.000 Apps für iPhone und iPod touch und über 140.000 Programme speziell für das iPad.

Wir sind gespannt, was Apple am Dienstag alles vorstellen wird, und halten Sie hier auf dem Laufenden.

(via)