Hitachi G-Connect im Test: Stationäre WLAN-Festplatte mit iOS-App

Externe WLAN-Festplatte Hitachi G-Connect im Test - 500 Gigabyte Speicherplatz

Der Speicherplatz von iOS-Geräten ist begrenzt und lässt sich nicht erweitern. Für größere Musik- oder Fotosammlungen ist auf dem iPhone oder iPad kein Platz. Abhilfe versprechen externe Festplatten, die über ihr eigenes WLAN und eine iOS-App Daten direkt auf das Smartphone oder Tablet streamen. Hitachi begibt sich mit der WLAN-Festplatte G-Connect in direkte Konkurrenz zur Time Capsule von Apple. Wir haben das Gerät getestet.

Aufbau, Installation und Einrichtung

Die Hitachi G-Connect lässt sich unkompliziert aufbauen, installieren und einrichten. Nachdem sie eingeschaltet ist, baut die Festplatte mit einer Kapazität von 500 Gigabyte ihr eigenes WLAN auf, das leicht am Namen “G-CONNECT-XXXX” zu erkennen ist. Der Nutzer muss sich mit seinem MacBook, iMac oder auch einem Windows-Rechner in das drahtlose Netzwerk ohne Passwortschutz einwählen. Gibt er nun im Browser www.gtech-connect.com ein, kann er den Namen des WLAN ändern und ein Passwort festlegen. Anschließend muss die Verbindung erneuert werden, um das Passwort einzugeben. Eine direkt Konfiguration über iPhone oder iPad ist nicht möglich.

Externe WLAN-Festplatte Hitachi G-Connect im Test - Die Anschlüsse

Über den USB-Anschluss lässt sich die G-Connect, wie jede andere externe Festplatte, an einen Mac anschließen. Dies ist besonders praktisch um größere Datenmengen zu kopieren, denn nur so erscheint der Speicher im Finder. Über WLAN lassen sich Daten von iMac oder MacBook nur im Browser über www.gtech-connect.com hochladen. Zum gleichzeitigen Aufbau eines WLAN reicht die Energie des USB-Kabels aber nicht aus.

Bedienung über die App

Um die Daten von der G-Connect auf ein iPad oder iPhone zu streamen, muss auf diesen die zugehörige kostenlose iOS-App (iPhone-Link/iPad-Link), die ebenfalls den Namen “G-Connect” trägt, installiert sein. Nach Angaben von Hitachi soll das WLAN für fünf SD-Streams oder drei HD-Streams zur gleichen Zeit ausreichen.

Die App ist übersichtlich aufgebaut und empfängt den Nutzer mit einer Seitenleiste in der Fotos, Musik, Videos und Dokumente automatisch in Ordner einsortiert sind. Zusätzlich steht ein Datei-Browser bereit, um die frei konfigurierbare Ordnerstruktur zu durchsuchen. Die Anwendung spielt Musik und Videos direkt App und zeigt Fotos als Diaschau an.

Bilder lassen sich mit einem Klick aus der G-Connect-App heraus als E-Mail versenden, bei Facebook einstellen, in die Photo-App von iOS exportieren oder in die App der Festplatte sichern. Allerdings eignet sich die Hitachi G-Connect nicht für Sicherungskopien von iPad oder iPhone. Es ist nicht möglich Dateien für ein Backup von den mobilen iOS-Geräten auf dem stationären Speicher abzulegen. In die Gegenrichtung kann der Nutzer Daten von der Festplatte herunterladen.

[nggallery id=68]

Internetzugang über die G-Connect

Wie die Time Capsule von Apple dient die Hitachi G-Connect aber nicht nur als Basis für Daten-Streaming, sondern fungiert auch als WLAN-Hotspot mit Zugang zum Internet. Hierzu genügte es im Test das Netzwerkkabel eines eingerichteten Anschlusses in die LAN-Buchse einzustecken. Anschließend konnten alle im drahtlosen Netzwerk eingewählten Geräte über die Festplatte auch im Internet surfen.

Bei anderen WLAN-Festplatten muss man dagegen in ein anderes drahtloses Netzwerk wechseln, um ins WWW zu gelangen. Im Gegenzug fehlt der G-Connect der Akku und somit eignet sie sich nur für den stationären Betrieb. Andere Modelle von Transcend, Seagate oder Kingston sind dank einer Batterie dagegen auch unterwegs flexibel einsetzbar – die Time Capsule von Apple ist dagegen auch für einen festen Standort vorgesehen.

Fazit

Die Hitachi G-Connect erfüllt ihre Aufgabe ordentlich. Die Einrichtung gestaltet sich unkompliziert, die Bedienung über die App geht leicht von der Hand und während des Tests war die Verbindung stabil, die Videostreams liefen ohne Unterbrechung. Allerdings fällt die verbaute Festplatte sehr klein aus und im Vergleich zur sehr ähnlich funktionierenden Time Capsule von Apple fällt der Preis sehr hoch aus, so dass der Griff zum „Original“ die bessere Wahl darstellt.

Während man für die Hitachi G-Connect mit 500 Gigabyte Speicherplatz im Internet derzeit rund 200 Euro (0,40 Euro pro Gigabyte) zahlt, verlangt Apple für seine Time Capsule mit einer Kapazität von zwei Terabyte nur 279 Euro (0,28 Euro pro Gigabyte). Bei einem Kostenpunkt von 479 Euro (0,96 Euro pro Gigabyte) fällt der Preisvorteil bei der drei Terabyte großen Time Capsule dagegen negativ aus.