Google startet Flipboard-Konkurrent Currents

Lese- und Medien-Apps gibt es für iPhone und iPad wie Sand am Meer – allerdings nur wenige, die sich auch lohnen. Google schickt sich nun in Deutschland an, dem Platzhirschen Flipboard mit Google Currents Konkurrenz zu machen. Wir haben uns die App einmal genauer angeschaut.
Nach dem Download der kostenlosen App und dem obligatorischen Google-Login entdeckt man schnell die Ähnlichkeiten zum beliebten Flipboard. Das kommt nicht von ungefähr. Denn genau wie die beliebte Magazin-App können Nutzer bei Currents aus einem vordefinierten Angebot eine eigene Publikation zusammenstellen.

Zum Start stehen Editionen der Financial Times Deutschland, der National Geographic, von essen & trinken, Couch, dogs, Schöner Wohnen und Living at home, dem kicker, der Neuen Zürcher Zeitung, sowie vom “styleranking”-Blog und den Blogwerk-Blogs „netzwertig“, „fokussiert“, „neuerdings und „imgriff“ und der regionalen Deister- und Weserzeitung zur Verfügung. Internationale Inhalte werden mittels Google Translate übersetzt, verspricht Google.

Durch die Ausgaben wird mittels Touchtgesten navigiert. Texte, Bilder, Videos und multimediale Medien werden automatisch synchronisiert, so dass sie auch ohne Internetverbindung jederzeit verfügbar sind. Wer neben seinen Lieblingsinhalte keine aktuellen News verpassen will, kann sich in der Rubrik “Trending” über aktuelle Themen auf dem Laufenden halten.

Die App macht einen guten ersten Eindruck. Das Design ist googletypisch puristisch gehalten. Die Navigation funktioniert intuitiv. Inhalte werden standardisiert angezeigt. Und vielleicht mindert genau das die Begeisterung. Flipboard setzt auf unterschiedliche optische Effekte, um das Leseerlebnis zu verbessern. Damit bedient sich die App der Blattmacher-Logik. Schließlich ermüdet das Auge des Lesers schnell, wenn eine Seite der andere gleicht.

So ist Currents wohl eher eine App für News-Junkies, die nicht die einzelnen Apps der Anbieter nacheinander durchstöbern wollen. Wer aber mehr Lust auf ein abwechslungsreiches iPad-Magazin hat, dürfte mit Flipboard erst einmal besser fahren.