Google: Mit 17.000 Patenten gegen die Klagewelle

Wer zuerst patentiert, kassiert zuerst, so lautet die Devise bei allem, was neu erfunden wird. Wer zu spät kommt, schon vorhandene Ideen unerlaubt erweitert oder etwas Ähnliches herstellt, steht heutzutage vor Problemen – so auch der Smartphone Neuling Google mit seinem Android-Betriebssystem. Hauptkläger in Patentfragen sind meist Apple, Microsoft und Oracle.

Seit dem 12,5 Milliarden US-Dollar-Kauf der Mobilfunksparte von Motorola, Mitte August, hat Google nun aber rund 17.000 Patente miterworben. Laut des Branchendiensts Bloomberg können vor allem 18 Patente vor Gericht eingesetzt werden, um die Konkurrenz einzuschüchtern. So soll der Kauf nicht nur die Softwareentwicklung beschleunigen, sondern hat noch einen weiteren Grund, wie Larry Page, Geschäftsführer von Google im offiziellen Blog kundgibt: “Wir haben erst kürzlich darauf aufmerksam gemacht, dass Firmen wie Microsoft und Apple sich in wettbewerbsschädigender Weise mittels Patent-Attacken gegen Android verbünden.”

Wer hat eigentlich was erfunden?

Die Übernahme von Motorolas Handy-Sparte hat Googles Patent-Portfolio gestärkt und wird den stagnierenden Wettbewerb wieder ankurbeln. Google wird Android dadurch besser vor wettbewerbswidrigen Handlungen durch Microsoft, Apple und andere Konzerne schützen können. Zudem ist es nun möglich, eigene und neue Technologie zu forcieren.

Die Frage, die aber trotz des Kaufs und der Rechtstreitereien immer noch ungeklärt ist: Wer hat denn nun was eigentlich wann erfunden? Oder ist vielleicht alles irgendwie immer ein bisschen abgeguckt?