Google-CEO Larry Page: Jobs' "thermonuklearer Krieg" war nur Show

Apple und Android, das verträgt sich nicht unbedingt. Dafür dürften auch die Aussagen des Apple-Gründers Steve Jobs sein, der schwor, Android vernichten zu wollen, weil es ein gestohlenes Produkt sei. In einem langen Interview hat Google-CEO Larry Page nun Jobs’ Ausraster als “reine Show” abgetan.Es war einer der Schocker in Steve Jobs’ Biographie: Er werde Android zerstören. Und wenn es den letzten Penny von Apples Barvermögen aufbrauchen würde. Es sei ein gestohlenes Produkt und er werde einen “thermonuklearen Krieg” anzetteln, hatte der Apple-Gründer erklärt.

So hatte man Jobs noch nie erlebt. Dass die Fronten zwischen ihm und seinen ehemaligen Schützlingen Sergej Brin und Larry Page zerrüttet waren, war nichts Neues. Aber solch harsche Aussagen machten die Techbranche stutzig. Im Interview mit der BusinessWeek relativierte Page die Aussagen von Jobs.

Seiner Meinung nach sei das ledigliche eine ganz bewusst übertriebene Reaktion gewesen, um die Mitarbeiter anzustacheln. Mit einem klaren Feindbild lässt es sich schließlich besser in den Kampf ziehen. Page distanziert sich von solch einem Führungsverhalten. Für ihn sei es wichtiger zu überlegen, wie man die Welt besser machen könne.

Dass das Verhältnis zwischen beide Unternehmen nicht so zerrüttet sein kann, wie oft dargestellt, dürfte auch ein Besuch von Page bei Jobs belegen, von dem er im Interview erzählt. Der Apple-Gründer hätte ihn persönlich via Mail eingeladen und mit ihm über die Führung von Unternehmen gesprochen.