Galaxy S3 vorgestellt: Was wir uns fürs iPhone wünschen

Hut ab, Samsung! Auch wenn einige neue Features Deines neuen Galaxy S3 Anleihen beim iPhone gefunden haben dürften, so hast Du ein Smartphone produziert, das auch im Kern etwas Eigenes ist. Und uns wünschen lässt, dass auch Apple nicht nur seine Hardware aufstockt, sondern vor allem seine Software lebensnaher macht.
Samsung hat am Donnerstag in London seinen neuen iPhone-Konkurrenten vorgestellt: das Galaxy S3. Ein wahres Display-Monster mit 4,8 Zoll Diagonale, einer Auflösung von 1280×720 Pixeln, einem 1,4 Gigahertz starken Vierkernchip und einer acht Megapixel scharfen Kamera.

Obwohl Samsung und Apple in erbitterten Patentstreitigkeiten stecken, scheinen die Koreaner sich trotzdem weiterhin bei Erfindungen aus Cupertino Inspiration zu holen. So verfügt das S3 über einen Sprachassistenten namens S Voice, der wie Siri Befehle entgegennehmen soll.

Allerdings lassen sich laut Samsung mit der Software auch Programme starten. Ferner hat der Konerzn die aktuelle Android-Version optimiert und mit einer Funktion namens “All Share Cast” ausgestattet. Wie bei Apples AirPlay landen damit Bilder und Videos auf Fernsehgeräten.

Wo Samsung dieses Mal in Sachen Originalität punkten kann, ist die Software. So haben die Koreaner Android mit “Natural Interactions” ausgestattet. Diese kleinen Helferlein sind so genial, dass ich als hartgesottener iPhone-Nutzer ordentlich ins Schwärmen komme. Dass das Unternehmen das S3 als “designed for Humans” bezeichnet, ist noch nicht einmal übertrieben.

Hebt man das Gerät beispielsweise auf, zeigt es automatisch die verpassten Anfrufe an. Ein Feature namens “Direct Call” startet einen Anruf, sobald man das Smartphone ans Ohr hält. “Smart Alert” stoppt einen Weckruf, sobald man das Gerät umdreht. Weil das S3 mit seiner zwei Megapixel starken Frontkamera die Augenbewegungen des Nutzers analysieren kann, soll sich das Smartphone an die Art und Weise anpassen, wie er das Gerät nutzt. Liest er ein Buch, passt das System das Bild dementsprechend an. Kurzum: Das S3 interagiert mit dem Nutzer auf eine Weise, die keiner direkten Eingaben bedarf. Das ist smart.

Dass nebenbei ein Nahfeldchip Dateiübertragungen auf kurzer Distanz erledigen kann, versteht sich beinahe von selbst. Doch es sind diese kleinen durchdachten Softwareupdates, die Apple vor eine Herausforderungen stellen dürften. Man erwartete vor allem ein Wettrüsten auf Hardware-Basis. Wer hat den schnellsten Prozessor? Den meisten Speicher? Und das beste Display?

Stattdessen punktet Samsung unerwartet mit einem modifizierten Android und nimmt dem Nutzer mit intuitiver Steuerung viel Arbeit ab. Das wünschen wir uns auch für das nächste iPhone. Bitte, Cupertino!