Führ mich zum Schotter: enormer Geldregen für die Apple-Oberen

Zahltag in Cupertino: In den vergangenen Monaten verließen viele Top-Manager Apple. Der Konzern scheint seine wichtigsten Pferde im Stall nun mit enormen Aktienpaketen an die Firma binden zu wollen. Enorm bedeutet in diesem Fall: CEO Tim Cook könnte bis 2021 milliardenschwer sein.

Wer viel Verantwortung trägt, der soll auch am Unternehmen beteiligt werden: Apples Spitzenkräfte wie Marketing-Chef Phil Schiller und der iOS-Beauftragte Scott Forstall haben nach einem Pflichtbericht des Unternehmens an die US-Börsenaufsicht SEC Aussicht auf jeweils 150.000 Aktien. Nach aktuellem Börsenstand sind die rund 60 Millionen Dollar wert. Die Aktienpakete werden allerdings nicht sofort übertragen, sondern stückweise bis 2016.

Der neue Apple-Chef Tim Cook bekam zum Amtsantritt Ende August gleich die Aussicht auf eine Millionen Aktien gewährt. Die Hälfte davon wird 2016 fällig, der Rest erst 2021. Eine Millionen Aktien wären nach heutiger Berechnung rund 900 Millionen Dollar wert.

Kein Geld für John Ive?

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob Apples Design-Ikone John Ive leer ausgehen würde. Zuvor gab es bereits Gerüchte, dass sich der Head of Design von Apple verabschieden will. Doch wie die “New York Times” berichtet, muss Apple nach den Regeln der US-Börsenaufsicht derlei Zahlungen an Ive nicht berichten. Die üppigen Aktienpakete im Detail (via CulfofMac):

Bruce Sewell – 150.000 Anteile, erste Hälfte am 21  Juni 2013, der Rest am 21. März 2016
Jeffrey Williams – 150.000 Anteile, erste Hälfte am 21  Juni 2013, der Rest am 21. März 2016
Philip Schiller – 150.000 Anteile, erste Hälfte am 21  Juni 2013, der Rest am 21. März 2016
Peter Oppenheimer – 150.000 Anteile, erste Hälfte am 21  Juni 2013, der Rest am 21. März 2016
Robert Mansfield – 150.000 Anteile, erste Hälfte am 21  Juni 2013, der Rest am 21. März 2016
Scott Forstall – 150.000 Anteile, erste Hälfte am 21  Juni 2013, der Rest am 21. März 2016
Eddy Cue – 100.000 Anteile, 25 Prozent am 21. September 2014, der Rest am 21. September 2016

Mit viel Geld gegen den Manager-Exodus?

Natürlich standen Zahlung per Aktienbeteiligung schon länger zur Debatte. In den vergangenen Wochen macht der Konzern neben guten Verkaufszahlen beim iPhone 4S vor allem mit prominenten Abgängen Schlagzeilen. Mit John Theriault verlor der Konzern erst kürzlich seinen Vice President of Global Security, nachdem der Manager zuvor die Untersuchung bezüglich eines verlorenen iPhone 4S Prototypen geleitet hatte, berichtet 9to5mac.

Zuvor hatte bereits der Retail-Chef Ron Johnson das Unternehmen verlassen. Und auch der Mac-OS-Boss Bertrand Serlet und Siri-Mitgründer Dag Kittlaus waren abgegangen.

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